Katapultsitze und senkbarer Küchenschrank 

Messe rund ums barrierefreie Wohnen

Bei der Messe „Barrierefreies Wohnen und Leben“ informierten sich junge und alte Bürger. - Foto: Husmann

Syke - Von Dagmar Voss. Der demografische Wandel – ein Schlagwort, das die älteren Menschen in den Mittelpunkt rückt – ist nicht mehr zu leugnen, beim Bedarf an angepassten Wohnbedingungen. Vor allem für diejenigen, die nur noch eingeschränkt mobil sind. Sie brauchen mehr Möglichkeiten, um ein barrierefreies Zuhause zu schaffen. Für eine Vielfalt an Informationen dazu sorgte am Sonnabend die Messe in der Berufsbildenden Schule Syke (BBS), genauer gesagt im Kompetenzzentrum Barrierefreies Wohnen.

In Kooperation der ZukunftsWerkstatt Gesundheit und Pflege mit dem Senioren- und Pflegestützpunkt der Stadt Syke und der BBS zeigten zwei Dutzend Aussteller welche Auswahl da mittlerweile auf dem Markt ist. Für diese gute Idee dankten in ihrer Begrüßung Bürgermeisterin Suse Laue und Schulleiter Horst Burghardt sowie der stellvertretende Landrat Ulf Schmidt: „Das Kompetenzzentrum und auch diese Ausstellung ist ein sehr gutes Angebot für alle Altersgruppen.“

In der Ausstellung im Foyer und auf den Fluren erwartete die Besucher ein weitreichendes Angebot aus verschiedensten Branchen und unterschiedlichen Themen, aus handfesten Modellen und informativen Vorträgen. So der von Michael Wagner, Geschäftsführer von Wagner Wohnen in Barrien, der mit seinem virtuellen Rundgang durch ein Wohnhaus und den jeweiligen möglichen Angleichungen an Barrierefreiheit, viele Neuerungen ansprach: „Das Thema hat bei uns verstärkt Einzug gehalten, es hat sich viel getan in letzter Zeit.“

Rampen für verschiedene Türen und Eingänge, Aufstehsessel und Katapultsitze, absenkbare Küchenschränke und Kleiderliftstangen waren nur einige der Beispiele, die die Besucher dann später im eigentlichen Kompetenzzentrum wieder fanden.

Zum Thema barrierefreies Bad referierte Andreas Dalhoff von der Firma TECE. „Die Aufrüstbarkeit um Hilfsmittel wie Stütz- und Haltesysteme sollte ohne weitere staub- und lärmbelästigende Umbaumaßnahmen möglich sein – daher beginnt die Vorsorge schon hinter den Fliesen“, betonte er. „Folgerichtig schaffen wir uns ein auf unsere heutigen Bedürfnisse zugeschnittenes Bad, welches auch später auf- oder umgerüstet werden kann ohne auf den gewohnten und gewünschten Komfort zu verzichten.“ Für ihn galt, dass der Komfortgedanke einer nachträglich höhenverstellbaren WC-Anlage, einer bodenebenen Dusche, die eine harmonische Bodengestaltung ermöglicht und zudem barrierefrei sein muss.

Angebote des Senioren- und Pflegestützpunktes Syke gehörten zum Spektrum der Messe, generationsübergreifendes Wohnen in Twistringen, Hausnotrufmöglichkeiten der Johanniter, Tagespflege bei Kleeblatt in Bramstedt, Schweizer Luftkissenschuhe von KyBoot und KyBounder, Schnellhörtests bei Hörgeräte Schmitz und vieles mehr. Und die Pflegeberatung von Hilke Specht; mittlerweile sind ihre Pflegekurse für Angehörige im Kompetenzzentrum so stark nachgefragt, dass sie eine Warteliste führen muss.

„Das war eine erfolgreiche Messe mit vielen Interessierten, die mit gezieltem Informationsbedarf kamen “, freute sich Rita Wegg von der Zukunftswerkstatt. „Da werden wir im nächsten Jahr gern eine Neuauflage machen.“

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