Saisonabschluss im Syker Ortsteil Barrien

Mit 88 Jahren noch ein Hingucker

Bernd Ullmann mit seinem Aero im Gespräch mit dem Ehrenvorsitzenden des Oldi-Clubs Altkreis Hoya, Richard Orlamünde (rechts). - Foto: Heiner Büntemeyer

Barrien - Von Heiner Büntemeyer. Das bevorstehende Saisonende lockt in jedem Jahr mehr Oldtimerbesitzer zum Abschluss-Treffen, das die Barrier Jugendeinrichtung „Die Butze“ veranstaltet. Diesesmal auf dem Barrier Schützenplatz. Mehr als 100 alte und uralte Autos, Zweiräder und Nutzfahrzeuge wurden ausgestellt und von zahlreichen Besuchern bewundert.

Sie schauten sich die Fahrzeuge an, suchten nach Hinweisen über Baujahr und technische Daten, fotografierten sie und befragten die Besitzer.

Die Besucher beteiligten sich am Luftgewehrschießen oder mussten das Baujahr eines alten „Diesella“-Zweirades erraten, das über einen Senkmotor angetrieben wird. Dabei beobachtete Organisator Hans Göbel schmunzelnd einige Teilnehmer, die eifrig auf ihren Smartphones googelten, um dieses Rätsel zu lösen.

Erstaunlich viele Fahrzeuge gehörten noch vor noch gar nicht allzu langer Zeit zu den ganz normalen Teilnehmern im Straßenverkehr. Inzwischen werden die Käfer, Porsches und Enten bereits als Youngtimer ausgestellt. Im Mittelpunkt des Interesses stehen aber immer die ganz alten Fahrzeuge aus den ersten Nachkriegsjahren. Eigenwillige Konstruktionen oder zeitlos schöne Autos wie die Isabella von Borgward.

Zu den eher skurrilen Fahrzeugen zählte ein Skoda Felicia mit aufgesetzter Heckflosse. Um aber mit den ebenfalls präsentierten Buicks, Dodges und Cadillacs mithalten zu können, fehlen dem kleinen Tschechen einige Meter an Länge. Und wohl auch ein bisschen Motor-Volumen, denn die Cadillacs beziehen ihre Kraft aus acht Zylindern. Dafür sind sie aber auch sehr durstig und kommen mit 20 Litern auf 100  Kilometern kaum aus.

Für Kenner der Zweirad-Szene war die unscheinbare, aber sehr gepflegte NSU-Quickly von Horst Strangmann aus Kirchseelte eine Kostbarkeit. Sie stammt aus der ersten Baureihe dieses später in großen Mengen fabrizierten Mopeds. Der Fachmann erkennt das, weil bei Strangmanns Quickly der Auspuff nach links abknickt, der Tankdeckel nach rechts verschraubt wird und der Tacho auf dem Steuerknopf angebracht ist, und nicht in der Lampe.

Michael Westermann war mit einer alten Yamaha aus Gödestorf angereist, die noch ein SY-Kennzeichen trägt.

Noch älter waren der Adler-Trumpf-Junior aus dem Jahr 1936 von Lothar Meyer aus Leeste sowie der 88 Jahre alte Aero von Bernd Ullmann. Ein gepflegter roter Hingucker mit Speichenrädern, einer Temperaturanzeige auf der Motorhaube und einer mechanisch aufziehbaren Uhr im Armaturenbrett. Der Zweisitzer hat nur eine einzige Tür: Links – aber das ist nicht die Fahrerseite, der Aero wird rechts gesteuert. Bewegt wird der Wagen von einem 9,8 PS starken und 500 ccm großen Motor, der seine Kraft aus einem einzigen Zylinder zieht. Gebremst wird über ein Gestänge. Schnell fährt dieses kleine Cabrio zwar nicht, aber beim langsamen Fahren hat Bernd Ullmann einen Vorzug entdeckt, der jede Verspätung aufwiegt: „Du siehst am Straßenrand nur freundlich blickende Menschen.“

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