Stadt: Parkplatz-Regelung bei der Grundschule am Lindhof hat sich bewährt

Für Ignoranz gibt’s auch mal ein Knöllchen

Die Markierungen auf dem Pflaster und die Verkehrszeichen sind nicht zu übersehen. Dennoch gibt es immer wieder Ärger mit Dauerparkern in der Bring- und Abholzone auf dem Parkplatz vor der Grundschule am Lindhof. Insgesamt habe sich diese Regelung aber bewährt, ist die Stadtverwaltung überzeugt. Daher möchte die Stadt sie auch nach Abschluss des Schulanbaus beibehalten. - Foto: Jantje Ehlers

Syke - Von Michael Walter. Der tägliche ganz normale Wahnsinn vor der Grundschule am Lindhof ist ein bisschen erträglicher geworden. Darüber sind sich Schulleitung und Stadtverwaltung einig. Nicht so ganz klar scheint allerdings, woran genau das eigentlich liegt.

Vor einem Jahr hatte die Stadt die Verkehrsführung vor der Schule geändert, um das Chaos zu entzerren, das zweimal täglich beim Bringen und Abholen der Kinder entstand. Parken in zweiter und dritter Reihe, Verstöße gegen die Einbahnstraßenregelung und haarsträubende Situationen auf dem Schulparkplatz waren bis dahin an der Tagesordnung.

Eine Elterngruppe ergriff vor etwa anderthalb Jahren die Initiative und schlug eine alternative Verkehrsführung rings um die Schule vor. Die Stadt hat diese Vorschläge zu großen Teilen umgesetzt.

Kern ist eine Bring- und Abholzone auf dem Parkplatz. Nur Ein- und Aussteigen ist dort erlaubt, Parken nicht. „Das hat sich bewährt“, sagen Bürgermeisterin Suse Laue und Freya Söchtig, die im Rathaus für das Sachgebiet Verkehr zuständig ist. „Das Bewusstsein ist vorhanden: Dort darf ich nicht parken. Es muss nur jeder mitmachen.“

Und da liegt der Hund begraben. Denn obwohl diese Bring- und Abholzone deutlich erkennbar ist, hält sich längst nicht jeder dran. Söchtig: „Wir haben einige Male die Handwerker von der Mensa-Baustelle ermahnen müssen, die ihre Privatwagen dort abgestellt hatten.“ Doch das eigentliche Problem sind einige Eltern. Teils aus Unwissenheit – besonders jetzt nach Ende der Ferien bei den Eltern der neuen Erstklässler – teils aus purer Ignoranz.

„Erstklässler verstehen das System auf Anhieb“

Freya Söchtig: „Wir haben zu Beginn des Schuljahrs dort verstärkt kontrolliert und aufgeklärt. Ich bin selbst dabeigewesen. Die Erstklässler haben das System auf Anhieb verstanden. Vielleicht müssten wir die das ihren Eltern erklären lassen.“

Anhalten, das Kind aussteigen lassen und die Schulsachen aus dem Kofferraum holen ist erwünscht. Wer aber seinem Kind den sprichwörtlichen vergessenen Turnbeutel in den Klassenraum hinterherbringt, darf sich dort nicht hinstellen. Denn der parkt. Und dazu müsste er sich einen anderen Stellplatz außerhalb des markierten Bereichs suchen. „Das sollte auch kein großes Problem sein“, meint Söchtig. „Ich habe letzten Dienstag mal gezählt: Da waren noch 35 reguläre Stellplätze frei.“

Trotzdem kommt es immer wieder zu Verstößen. Die Stadt überwacht den Parkplatz weiterhin in unregelmäßigen Abständen. Suse Laue: „Unsere Kontrolleurin gibt jedem eine Chance. Sie spricht die Leute an und klärt sie über den Sinn dieser Bring- und Abholzone auf. Manchmal wird sie dafür beschimpft, manchmal ignorieren die Leute sie sogar komplett. Dann gibt’s auch mal ein Knöllchen.“

Unterm Strich ist man im Rathaus aber so zufrieden, dass die Stadt diese Zone beibehalten möchte. Vielleicht werde man sie optisch noch stärker hervorheben, spekuliert Söchtig.

Schulleiterin Ursula Buchwald-Wachendorf glaubt: „Alles, was nicht regelmäßig kontrolliert wird, schleift sich ein. Dann stehen dort auch wieder Dauerparker.“ Sie kann bestägigen: Auf der Lindhofstraße hat das Parken in zweiter und dritter Reihe weitgestgehend aufgehört. „Ich glaube aber, dass das eher an der Baustelle liegt: Wegen der Baufahrzeuge, die auf der Lindhofstraße fahren, trauen sich die Leute nicht“, so Buchwald-Wachendorf.

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