Begehbarer Kaninchenstall im DRK-Seniorenheim Barrien

Hoppels Traum wird wahr

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Ideengeberin Inge Voigt zeigt nicht ohne Stolz auf das neue Freigehege für die Kaninchen im Barrier DRK-Seniorenheim. Einrichtungsleiter Thorsten Kerth (r.) freut sich gemeinsam mit (v.l.) Marc Podszuck, Alfred Schönfeld und Berndt Franz über „Hoppels Traum“. Nur die eigentlichen Hauptdarsteller zierten sich etwas und verkrümelten sich lieber in die Tiefen ihres neuen Domizils. 

Barrien - Von Frank Jaursch. Flink kommt das strubbelige Kaninchen aus dem Schatten unter dem Pfahlbau hervorgehoppelt, bedient sich an einer der Futtertraufen und blickt sich kurz um. Fast scheint es, als mustere es seine Zuschauer prüfend, ehe es unter einem der Weidenbögen Schutz vor der Sonne sucht. „Sehen Sie“, sagt Thorsten Kerth, Leiter des DRK-Seniorenheims in Barrien, und lacht. „So sehen wirklich glückliche Kaninchen aus.“

Die vier Exemplare haben in dieser Woche in dem neuen, geräumigen Freigehege ein neues Domizil gefunden. Statt des beengten Stalls können sich die zwei Weibchen und zwei (kastrierten) Männchen nun auf zwölf Quadratmetern austoben und verstecken, können buddeln und sich ausruhen. Die neue Unterkunft soll den Tieren ein artgerechtes Leben ermöglichen.

Dafür haben sich die Mitarbeiter in den vergangenen Wochen mächtig ins Zeug gelegt. „Und das alles ohne Bauplan“, ist Kerth erstaunt. „Die haben das alles aus dem Kopf gemacht.“ Allen voran Alfred Schönfeld: Der Bewohner der Senioreneinrichtung war nahezu täglich dabei, wenn es darum ging, das Projekt mit Muskelkraft und Know-how voranzutreiben.

Der Stolz ist Schönfeld anzumerken. Ob er am Bau beteiligt war, wird der 65-Jährige gefragt. „Beteiligt?“ Er grinst. „Ich hab doch von allen das meiste gemacht!“

Vox-Sendung „Hundkatzemaus“ begleitete den Aufbau

Thorsten Kerth nickt bestätigend. Für ihn – „und für das ganze Haus“ – waren die zurückliegenden Wochen ganz außergewöhnlich. Das lag am Kaninchenstall-Projekt, aber auch daran, dass an zwei Tagen ein Fernsehteam zu Gast in Barrien war: Die Vox-Sendung „Hundkatzemaus“ begleitete den Aufbau.

Und nahm dafür das ganze Heim in Beschlag. „Das waren Tage, an denen wir nichts anderes machen konnten“, so Kerth. „Es machte Spaß und war hochinteressant, aber auch anstrengend.“ Sei es, wenn dieselbe Szene wieder und wieder gedreht werden musste, weil irgendein Detail beim Dreh nicht stimmte. Oder wenn man sich umziehen musste, weil der Drehplan vorsah, dass für die folgende Einstellung ein neuer Tag angebrochen war.

Am Ende waren Stolz und Vorfreude dennoch groß. Noch ist der Sendetermin für den 20-Minuten-Beitrag nicht bekannt. Doch in der Zwischenzeit können sich Bewohner und Mitarbeiter am heiteren Treiben der vier Kaninchen erfreuen.

Schließlich musste zum Abschluss der Arbeiten noch ein Name für den Stall her. Nur – wie nennt man so einen Stall? „Stand doch in der Kreiszeitung!“, gibt Kerth die entscheidende Idee wieder. Und so prangt jetzt ein schmuckes Holzschild über dem Stall – mit dem Titel, unter dem wir im August erstmals über das Projekt berichtet hatten: „Hoppels Traum“.

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