Kreismuseum: „Leben wie in der Wikingerzeit“

Handwerk wie vor 1.000 Jahren

Seit vielen Jahren ist Drechsler Jörg Bartsch auf dem Mittelalter-Markt im Kreismuseum. In diesem Jahr behaut er einen Findling. - Foto: Kreismuseum

Syke - „Leben wie in der Wikingerzeit“: So lautet das Motto des frühmittelalterlichen Marktes, zu dem das Kreismuseum für kommenden Sonnabend von 11 bis 18  Uhr und für Sonntag von 10 bis 17 Uhr einlädt.

Mittelaltergruppen und Mittelaltermärkte gibt es viele, der Markt im Kreismuseum stellt mit der Konzentration auf die Wikingerzeit vor ungefähr 1.000 Jahren etwas Besonderes dar.

Mittelaltermarkt am Samstag und Sonntag

Verbunden sind die mittelalterlichen Stände und Vorführungen mit einem Backtag. Beide Steinbacköfen des Museums liefern leckere Brote und Stuten. Der Markt zeigt keine waffenstarrenden Krieger, sondern Handwerk und häusliches Leben der Nordmänner, Sachsen und Friesen und ihrer Frauen. Es bietet sich den Besuchern ein buntes Spektrum an Vorführungen, die im Vordergrund aller Aktivitäten stehen. In und vor den 13 Zelten spielt sich das tägliche Leben und Treiben zur Zeit der Wikinger ab. Sie verwandeln das Museumsgelände mit seinen historischen Gebäuden und Gärten in ein Wikingerlager und geben ihm an beiden Tagen ein ganz besonderes Flair. Organisatorin Anja Stolzmann ist es gelungen, mehr als 20 Mitstreiter aus ganz Norddeutschland für diesen Markt zu gewinnen.

Allen Handwerkern darf gerne über die Schulter geschaut werden. Hierbei ist so manche Kleinigkeit zu beobachten, die das so scheinbar dunkle Frühmittelalter heller werden lässt, als man es sich vorstellt. Dazu gibt es einige spezielle Angebote für Kinder wie das Filzen, das Fingerweben, die Specksteinbearbeitung und die Fertigung von Ledermedaillons.

Unter den Teilnehmern befinden sich eine Gewandschneiderin, ein Stand mit Specksteinarbeiten und die Familie Topp mit Lederarbeiten, ebenso natürlich die Organisatorin Anja Stolzmann, die das Färben von frühmittelalterlicher Kleidung zeigt. Die Herstellung von Kleidung und Schmuck war damals Frauensache.

Drechsler Jörg Bartsch, seit vielen Jahren auf dem Mittelalter-Markt im Kreismuseum vertreten, wird diesmal einen Findling behauen. Auch ein Wikinger-Händler, ein Kupferschmied und ein Bogenbauer werden zugegen sein und die Museumsgäste 1.000 Jahre zurückversetzen.

Rolf Schützek von der Kinderwerkschule hat sich für den Sonntag, einiges zum Thema einfallen lassen. Im Gartenpavillon bietet er das Zeichnen, Drucken und Ausmalen historischer Ornamente an.

Im Sommergarten und auf der Bauerndiele gibt es an beiden Tagen Bratwurst, Kaffee und Kuchen, Waffeln und kalte Getränke.

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