Wetterkapriolen stören Wachendorfer Kuddelmuddel-Markt

Frühstück als Magnet

Naturfarben oder doch in schwarz? Verkäuferin und Kundin sind sich wohl noch nicht einig welcher Hut am besten aussieht. - Foto: Husmann

Wachendorf - Von Dieter Niederheide. Entgegen sonstiger Zuneigung war der oft zitierte Wettergott gestern dem Kuddelmuddel-Markt auf der Wiese am Dorfgemeinschaftshaus nicht gut gesonnen. Weil die Nachrichten des Wetterdienstes nichts Gutes verhießen, war ein großer Teil der angemeldeten 130 Marktbeschicker erst gar nicht angereist.

Manfred Rinas, Vorsitzender des veranstaltenden Bürgervereins Wachendorf, räumte zur Mittagszeit ein: „Damit können wir nicht zufrieden sein, andererseits sind wir, was den Besuch und die Zahl der Stände angeht, auch verwöhnt.“ Dass trotzdem noch knapp mehr als 70 Stände aufgebaut waren, spricht für den überregional guten Ruf der Wachendorfer Kuddelmuddel-Märkte.

Es kann noch so ein mieses Wetter sein, und das war es nach einem kurzem Sonnengastspiel gestern, eines geht immer in Wachendorf, das Frühstücksangebot. Heinz-Hermann Lindhorst sagte: „Es frühstücken hier Leute die es zum Kuddelmuddel-Markt gar nicht hin zieht.“ Es gab richtig feine und deftige Leckereien am Buffet. Wer anschließend einen Rundgang über den Markt machte, dem wurde schnell klar, dass hier manche Leute standen, die vom Boden bis in den Keller ihren Trödel ausgesucht hatten. Wer sich einen Hauch der Bayreuther Festspiele ins Haus holen wollte, konnte das für drei Euro tun. Das sollte eine Schallplatte von „Tristan und Isolde“ kosten. Bücher gab es kartonweise. Wer bereit war, Tierschützern bei ihrer Rettungsaktion für rumänische Fellnasen (Findelhunde) zu helfen, konnte bei einer Anbieterin Bücher gegen eine Spende mitnehmen. Beeindruckend war der Millennium Falke als Spielzeug. Das funktionierende Mini-Raumschiff war für 120 Euro mit Figuren zu haben.

Schnell einig wurden sich zwei Frauen beim Handel um sechs nagelneue Sitzkissen. „Alle sechs für vier Euro“ sagte die Anbieterin und die Interessentin griff schnell zu. Zart und flauschig gegen den Falken wirkten die niedlichen Elfen an einem Stand. Die aus Filzwolle handgearbeiteten Figuren gefielen nicht nur den Kindern.

Vom ersten Kuddelmuddel-Markt an dabei ist Helma Neddermann aus Wachendorf. Ihr Porzellan- und Glasgeschirr fand Aufmerksamkeit und Käuferinnen. Zur Mittagszeit signalisierte sie zur Frage: „Wie läuft es denn so?“ mit dem Daumen nach oben, also für sie lief es gut. Wie es auf Flohmärkten dieser Art ist, es gab nichts, was es nicht gibt, von Werkzeugen aus Opas Zeit bis hin zu Kinderspielzeugen, Bildern, Schals, Mützen und Handschuhe aus Wolle – der nächste Winter steht vor der Tür.

Übrigens, Eltern, die allein und in Ruhe über den Markt bummeln wollten, gaben ihre Kinder im Kinderhort bei Inge Lindhorst und Jacqueline Paschek ab.

Übrigens, als sich das Wetter am Nachmittag aufhellte, hellten sich auch die Mienen von Manfred Rinas, Hans-Hermann Lindhorst und Johann Meyer vom Bürgerverein auf. „Geht doch“ werden sie beim Blick Richtung Wettergott gedacht haben. Die meisten Beschicker hatten zu diesem Zeitpunkt schon ihre Sachen eingepackt.

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