Die mit dem Feuer tanzen

Syker Theater Varieté vom Feinsten voller Temperament, Humor und Spannung

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Bühnen-Arbeit ist Knochenarbeit. Das Duo Chapeau Bas stellt das in ihrer ganz eigenen Weise unter Beweis. 

Syke - Von Dieter Niederheide. Die Mischung stimmte bis auf das i-Tüpfelchen. Eine atemberaubende Feuershow, eine temperamentvolle Sängerin, ein Bauchredner voller Witz und Charme, eine junge Dame, die gekonnt chinesische Artistik zeigte – und zum Empfang zwei Stelzenläufer. Das alles zusammen machte am Samstagabend im Syker Theater Varieté vom Feinsten aus. Dazu passte ein gut gelauntes Publikum, das sich mit fast frenetischem Beifall bei den Künstlern auf der Bühne für beeindruckende Leistungen bedankte.

Als Gastgeber hatten die Volksbank und die Volksbank-Raiffeisen-Gewinnspargemeinschaft eingeladen. Die voller spannender Effekte ablaufende Feuershow von Chapeau Bas war an diesem Abend zweifellos vom Besten, das eben oft zum Schluss kommt. Die beiden virtuos mit dem Feuer tanzenden Artisten zauberten mit brennenden Fackeln imposante Feuergemälde. Atemberaubend die Geschwindigkeit, mit der sie die Flammen fast spielerisch zu heißer Musik durch die Luft wirbelten. Chapeau Bas (Hut ab) wird in Syke glühende Verehrer gefunden haben.

Wie wird aus einer Hand ein Gesprächspartner? Bauchredner und Moderator Jörg Jará in Action.

Als es um die „Oskar-Verleihung“ ging, gab es für Vera aus dem Publikum einen wirkungsvollen Bühnenauftritt. Heiß könnte es im Rampenlicht auf der Bühne auch Klaus aus Bassum geworden sein. Ihn suchte sich Sängerin Edwina de Pooter aus dem Publikum zum Partner aus. Immerhin: Der Bassumer gab keine schlechte Figur ab mit dem Kindersaxophon. Edwina de Pooter legte eine sichere One-Women-Show hin und kam bei den Besuchern auch mit dem bekannten „Atemlos“ (Helene Fischer) oder „Schau mich bitte nicht so an“ (nach Edith Piafs „La vie en rose“) bestens an. Mit Rocksongs und Medleys bekannter Melodien wurde die Künstlerin zur Stimmungsmacherin.

Mit Bauchredner Jörg Jará gab es einen Moderator, der nicht nur locker durch das Programm führte, sondern sich auch mit seinen beiden Handpuppen, Herrn Jensen und Vogel Olga, amüsante Rededuelle lieferte.

Zunächst aber bekam ein Bild von Friedrich Wilhelm Raiffeisen rote Lippen auf den Bildmund. Der anschließende Dialog zwischen dem Bauchredner und Raiffeisen hatte es in sich. Der Raiffeisen zugeordnete Ausspruch: „Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele“ kam hintergründig zur Geltung. Zu Jarás Frage: „Wer ist schuld an der Krise?“ gab es die Antwort: „Was einer nicht schafft, schaffen viele.“

Witzig und auch mal nachdenklich stimmend des Bauchredners Dialoge mit Herrn Jansen. Zum Thema Geld wusste der beispielsweise zu sagen: „Geld allein macht nicht glücklich.“ Um hinzuzufügen: „Es muss einem auch gehören.“

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