Matthias Volkert neuer Augenarzt in Syke

Lohmeyer-Nachfolger: „Die Chemie stimmte von Anfang an“

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Matthias Volkert

Syke - Von Michael Walter. Die Eingewöhnungsphase hat er hinter sich: Ein gutes halbes Jahr ist Matthias Volkert jetzt als Augenarzt in Syke tätig. Er ist der Nachfolger von Jürgen Lohmeyer, der zum Jahreswechsel in den Ruhestand gegangen ist. Seit dem 1. Januar ist Volkert gleichberechtigter Partner von Frank Dehnhardt in der Gemeinschaftspraxis an der Hauptstraße 4.

Aufgewachsen ist Matthias Volkert in Erfurt, studiert hat er in Göttingen. Über diverse Praktika in Bremen und Westerstede lernte der heute 34-Jährige dann den Nordwesten kennen und absolvierte seine Facharztausbildung in Oldenburg. Dort war er anschließend noch ein Jahr als Facharzt tätig. „Das war allerdings eine reine Labortätigkeit“, sagt er, „und ich wollte unbedingt mit Patienten arbeiten.“

Dass es ihn dann nach Syke verschlagen hat, war zum guten Teil Zufall: Volkerts Oberärztin in Oldenburg hatte ihre eigene Facharztausbildung gemeinsam mit Frank Dehnhard gemacht. Und über diesen Kontakt wusste sie, dass Dehnhardts Kollege Jürgen Lohmeyer schon seit längerer Zeit vergeblich nach einem möglichen Nachfolger für sich suchte. Volkert und Lohmeyer lernten sich kennen, und daraufhin absolvierte Volkert ein 14-tägiges Praktikum in Syke. „Die Chemie stimmte von Anfang an“, sagt er. „Mir ist sofort aufgefallen, dass hier ein sehr gutes Team zusammenarbeitet.“

Und weil die andere Seite ebenfalls der Meinung war, dass es mit Volkert wohl passen würde, übernahm der junge Facharzt zum Jahresbeginn 2016 den Praxisanteil von Jürgen Lohmeyer.

Matthias Volkert wohnt derzeit in Sudweyhe, sucht aber ein Haus oder eine Wohnung in Syke. Da müsse er aber noch ein wenig Überzeugungsarbeit bei seiner Freundin leisten, sagt er lachend. Die ist ebenfalls Augenärztin und arbeitet in Oldenburg.

Abgesehen vom beruflichen Umfeld: Warum geht ein junger Facharzt in die Kleinstadt, und nicht nach Hannover, Bremen oder Hamburg? „In der Großstadt ist man nur eine Nummer“, findet Volkert. „Hier dagegen kennt man sich irgendwann. Da trifft man sich mal beim Bäcker oder beim Einkaufen. Das ist viel persönlicher, und das finde ich auch schön. Man geht einfach freundlicher miteinander um.“

Sein Kollege Frank Dehnhardt empfindet die Zusammenarbeit mit dem 13 Jahre Jüngeren als enspannt und angenehm. „Wir harmonieren ganz gut zusammen. Er hat auch schon einige technische Neuerungen mitgebracht“, sagt Dehnhardt über Volkert. Erklärtes Ziel für die nächsten Jahre ist, mehr Leistungen selbst anbieten zu können, für die Patienten bisher nach Bremen geschickt werden mussten.

Welche drei guten Eigenschaften würde Dehnhardt seinem neuen Kollegen zuschreiben? „Er ist freundlich, engagiert und kompetent.“ Und was nervt ihn ein bisschen? Dehnhardt lachend: „Dass ich ihn in seinem Modernisierungsschwung immer etwas bremsen muss.“

Was schätzt Volkert umgekehrt an Dehnhardt? „Er ist empathisch, nimmt sich für die Patienten Zeit und weiß einfach ganz viel“. Und was nervt? „Dass ich nicht so schnell alles ändern darf.“

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