Sechste Kabarett- und Comedysaison im Gleis 1 / Auswärtsspiel zum Auftakt

Am Anfang war die wirre Idee

Sitzt schon auf gepacktem Koffer: Torsten Sträter eröffnet am 2. September die neue Kabarett- und Comedysaison vom Gleis 1. Allerdings nicht im Gleis  1, sondern im Theater. - Fotos: Agentur

Syke - Das Programm für die neue Kabarett- und Comedysaison im Gleis 1 ist fertig. Es ist bereits die sechste. Und das ist es, was die Macher André Zimmermann und Joachim Schröder dabei am meisten überrascht.

„Wir hatten ja ursprünglich nur die wirre Idee für einen einzigen Abend“, blickt Schröder auf die Anfänge zurück. „Der war dann proppevoll. Da haben wir einen zweiten gemacht, und der war dann auch voll. Und plötzlich haben wir gemerkt: Hey, wir machen hier ja ein ganzes Programm!“

2011 war das. „Da konnten wir noch nix“, sagt Schröder. „Wir haben damals nur von Termin zu Termin geplant.“ Matthias Schlicht, der sich auf Kirchenkabarett spezialisiert hat, war damals der erste Gast auf der improvisierten Bühne im Syker Bahnhof.

„Wir hatten ja nie die Absicht, uns in Syke als kulturelle Spielstätte zu etablieren“, erzählt Schröder. Denn letztlich ist und bleibt das Gleis 1 in erster Linie die Begegnungsstätte der Awo-Einrichtung Trialog, die sich um Menschen mit seelischen Erkrankungen kümmert. Schröder ist der Regionalleiter und André Zimmermann der Leiter der Begegnungsstätte. Alles, was Kultur, Kabarett und Comedy betrifft, machen sie nur nebenbei. Und daraus sind jetzt sechs Spielzeiten geworden.

„Womit wir mit Sicherheit nie gerechnet hätten, ist: Dass bei uns Leute spielen, für die das Gleis 1 zu klein wird“, sagt Schröder. Genau das ist aber passiert. Bestes Beispiel: Torsten Sträter. Als der das erste Mal in Syke war, galt er noch als Geheimtipp. Heute ist er einer der gefragtesten Slam-Poeten und Kabarettisten im deutschsprachigen Raum. Seine Rückkehr nach Syke stellte Schröder und sein Team damit vor ein unerwartetes Problem. „Wir hatten den Termin lediglich auf unserer Facebook-Seite bekannt gegeben. Und kurz darauf waren die Karten zum größten Teil schon weg.“

Die Leute rannten Schröder aber weiterhin die Bude ein. Und so geriet der Saisonauftakt für das Team vom Gleis 1 zum Auswärtsspiel: Torsten Sträter eröffnet die neue Saison am 2. September im Syker Theater. Mit einer der ersten Vorpremieren seines neuen Bühnenprogramms. „Für uns ist das etwas Besonderes, wenn wir in Syke ein Programm zeigen können, das noch praktisch niemand kennt“, freut Schröder sich.

Die Wahlberlinerin Mia Pitroff gestaltet am 23. September den eigentlichen Saisonauftakt im Syker Bahnhof. „Ich finde, dass sie schon alleine wegen des Titels ihres Programms hierher gehört“, sagt Schröder, und zitiert grinsend: „Ganz schön viel Landschaft hier.“

Sie ist ebenso zum ersten Mal in Syke wie Lutz von Rosenberg Lipinski, der am 18. November mit „Angst. Macht. Spaß“ nach Syke kommt.

Wiederholungstäter im Gleis 1 sind unter anderem Sascha Korf, Johannes Flöck, Dagmar Schönleber und Timo Wopp. Und auch der Chor Don Bleu des Bremer Blaumeier-Ateliers ist wieder zu Gast – bereits zum vierten Mal. Am 9. Dezember präsentiert er unter der Leitung von Walter Pohl „Unerhörte Weihnachtslieder“.

Auch Dirk Langer alias Nagelritz hat im Gleis 1 längst Stammgast-Status. Er kommt nächstes Jahr im Mai mit zwei Fischforschern als Verstärkung.

Den Schlusspunkt setzt im Juni C. Heiland, den Schröder für eine ganz eigene Kombination aus Tiefsinn und Kalauern schätzt. „Das gibt immer so Brüche im Programm, über die ich mich vor Lachen wegschmeißen könnte.“

Das Programmhefte ist soeben erschienen. Der Vorverkauf läuft. Karten gibt‘s unter anderem bei Nordwest-Ticket, zum Beispiel im Stadtbüro der Kreiszeitung.

Von Michael Walter

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