Dass der 45-Jährige als Bürgermeister der 4 800 Seelen zählenden Samtgemeinde Siedenburg den Blick über den Tellerrand wagt, ist nicht neu. Zurzeit leitet er die Bürgermeisterkonferenz im Landkreis Diepholz, fungierte während der Gründung des ILEK Sulinger Land (Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept) als Sprecher der Bürgermeister der Stadt Sulingen sowie der Samtgemeinden Kirchdorf, Schwaförden und Siedenburg. Heute vertritt er die Interessen des ILEK gemeinsam mit Bürgermeister Harald Knoop im Regionalen Entwicklungs-Management Mitte Niedersachsen (REM). Rauschkolb gilt als Verfechter der Zusammenarbeit der vier Kommunen des Sulinger Landes. „30 000 Einwohner sind ein Pfund, mit dem man wuchern kann. Gemeinsam erreichen wir mehr, als jede Kommune für sich.“
Dass Rauschkolb schon am Tag nach Bekanntwerden des Verzichts von Bürgermeister Harald Knoop auf eine erneute Kandidatur sein Interesse vermeldet, kommt nicht von ungefähr: „Ich möchte, dass die Parteien, in erster Linie aber die Bürgerinnen und Bürger, genügend Zeit haben, sich zu überlegen, ob sie mich als parteilosen Bewerbern unterstützen wollen - oder eben nicht.“
Rauschkolb stammt gebürtig aus Holzminden, ist in der Samtgemeinde Polle aufgewachsen und begann seine Verwaltungslaufbahn beim Landkreis Holzminden. 1998 wechselte er als stellvertretender Verwaltungschef in die Samtgemeinde Siedenburg. Im September 2011 wählten ihn die Bürger der Samtgemeinde zum zweiten Mal zum Bürgermeister. Seit 1998 sei er in der Region längst heimisch geworden: „Ich habe hier eine Familie, engagiere mich in den örtlichen Vereinen.“
Sulingens scheidender Bürgermeister Harald Knoop hatte dem Rat empfohlen, die Bürgermeisterwahl mit der zum Bundestag im September 2013 zusammenzulegen. Rauschkolb: „Ich empfehle dem Rat, die Wahlen so früh wie möglich anzusetzen, um die Übergangsphase lang zu gestalten und Reibungsverluste zu minimieren.“
Er selbst benötigt 150 Unterstützungsunterschriften von wahlberechtigten Bürgern der Stadt, um seine Kandidatur zu legitimieren. „Das sollte doch zu machen sein...“ · oti

















