Ministerpräsident besucht Lloyd Shoes 

Weil steht auf roten Streifen

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Betriebsleiter Manfred Puschmeyer erläutert Ministerpräsident Stephan Weil die Arbeitsgänge bei der Schuhproduktion, den Rundgang begleiten die drei Geschäftsführer, Jörg Wetzel, Poul Haugaard Petersen und Andreas Schaller (von links).

Sulingen - Leicht verdutzt blickt mancher Mitarbeiter von Lloyd Shoes denn doch, als ihm der niedersächsische Ministerpräsident die Hand schüttelt: Stephan Weil besucht am Mittwochmittag das Sulinger Unternehmen und besichtigt die Produktion. Dass es kein normaler Arbeitstag für die „Lloydianer“ ist, liegt allerdings weniger am Gast aus Hannover – die Firma richtet ihren 20. Präventions- und Gesundheitstag aus.

Halina Kubi „knetet“ Jan Heske – Massagen vom Team der Sulinger Naturheilpraxis und Praxis für Physiotherapie Ilse von Studzinski gibt es bei Lloyd Shoes für die Mitarbeiter nicht nur am Gesundheitstag, sondern wöchentlich.

„Dass beides zusammenkommt, ist reiner Zufall“, stellt Andreas Schaller fest, der mit Poul Haugaard Petersen und – seit März – Jörg Wetzel das Trio der Geschäftsführer von Lloyd Shoes bildet. „Ich habe Stephan Weil schon vor geraumer Zeit in Berlin getroffen und hierher eingeladen, und heute passte es bei ihm.“ Der Ministerpräsident geht zunächst mit den Geschäftsführern und Vertretern des Betriebsrates „in Klausur“. Worum es bei der vertraulichen Unterredung ging, ist von Weil nicht zu erfahren: „Das darf und will ich nicht sagen.“ Etwas weniger zugeknöpft ist da Andreas Schaller: „Wir wollen hier am Standort modernisieren, es geht um Innovation und Automation.“ Das Unternehmen sei mit Niedersachsen und mit dem Mittelzentrum eng verbunden. Allerdings: „Die Infrastruktur ist zum Teil verbesserungswürdig“ – in welchen Punkten genau und wie die Landesregierung helfen könnte, lässt Schaller offen.

Stephan Weil sieht live, wie die Schuhe mit dem roten Streifen produziert werden, Betriebsleiter Manfred Puschmeyer erläutert, was an den einzelnen Arbeitsstationen geschieht. Auf dem Weg in den Versandbereich begegnet dem Ministerpräsidenten eine desorientiert wirkende junge Dame – erkennen kann sie den Landesvater nicht, denn sie trägt eine „Rauschbrille“: Die Polizei lädt an ihrem Stand auch Stephan Weil ein, die Auswirkungen von Alkoholkonsum auf das Sehvermögen mit der Brille zu testen, er lehnt lächelnd ab, „das habe ich schon einmal gemacht und keine guten Erinnerungen daran.“

Es ist Stephan Weils erster Besuch beim Sulinger Unternehmen.

Auch sonst kommt Weil mit den Angeboten des Präventions- und Gesundheitstages nicht in Berührung. Schade, denn die Mitarbeiter – jeder wird im Laufe des Tages dafür für zwei Stunden freigestellt – bekommen an den 21 Ständen viel geboten: Seh- und Hörtests mit Beratung, Muskelvermessung, Beweglichkeits-Check, sie können im Massagesessel Platz nehmen, den richtigen Umgang mit Feuerlöschern erproben, es geht um gesunde Ernährung, Altersvorsorge, Erste Hilfe und vieles mehr. Organisatorin Heike Rath freut sich über die hohe Bereitschaft der Anbieter, den Gesundheitstag zu unterstützen. In die Gesundheit der Mitarbeiter investiere Lloyd Shoes allerdings seit vielen Jahren kontinuierlich, „dieser Tag soll dazu einen Einblick geben.“ Sie nennt die Kooperation mit einem Fitness-Studio als Beispiel, und auch das Team der Naturheilpraxis und Praxis für Physiotherapie Ilse von Studzinski bietet den Lloydianern nicht nur an diesem Montag, sondern wöchentlich Massagen an. „Besonders gut kommt die Smoothie-Bar an, wo die Geschäftsleitung die Drinks mixt – wir haben Führungskräfte zum anfassen.“

Es ist Stephan Weils erster Besuch beim Sulinger Unternehmen, „allerdings komme ich fast täglich mit Lloyd Shoes in Berührung.“ Er zeigt eine Schuhsohle um den Beweis anzutreten, dass er auf roten Streifen steht. Welche Eindrücke nimmt er mit? „Ich bin beeindruckt von der Professionalität und der Qualität, aber auch vom Erfolg, den Lloyd in Deutschland und international hat.“ 

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