Julia Vielhauer (Gymnasium Sulingen) reist zum Forschungscamp in Duisburg

„Stahl ist aktueller denn je“

Julia Vielhauer (rechts im Bild) beim Messen eines Metallstück, das beim Zugversuch zerrissen wurde. Die Schülerin untersucht, wie weit das Metall auseinandergezogen werden konnte. - Foto: Verein MINT EC

Sulingen/Duisburg - Den Weg des Stahls von den Rohprodukten über die Herstellung bis zur Verwendung verfolgten 20 Schülerinnen und Schüler von Schulen des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC von Montag bis gestern in Duisburg. Unter anderem auch Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums aus Sulingen. Organisiert worden war das Forschungscamp vom Reinhard-und-Max-Mannesmann-Gymnasium, das seit 2011 Teil von MINT-EC ist.

Julia Vielhauer, Schülerin des Gymnasiums in Sulingen: „Ich interessiere mich für Werkstoffe, Maschinenbau und deren Geschichte und habe bereits ein Praktikum in einer Werft absolviert, was mein Interesse bestätigt hat. Das MINT-EC-Camp sprach mich schon vom Namen her an und ich erhoffe mir einen Einblick in die Rohstoffgewinnung wie sie früher war und wie sie heute ist sowie die anschließende Verarbeitung in der Industrie. Der Werkstoff Stahl ist heute aktueller den je, das habe ich nach den ersten Tagen in Duisburg festgestellt.“

Duisburg gilt als Europas wichtigster und produktivster Stahlstandort. Hier werden Stähle und Spezialstähle bei den Hüttenwerken Krupp Mannesmann und bei der thyssenkruppp AG entwickelt und produziert und weiterverarbeitet. Die Weiterverarbeitung findet ebenfalls in Duisburg und Umgebung statt.

Die Jugendlichen begannen ihre Entdeckungstour bei der thyssenkrupp AG. Vom Werkshafen, wo die Rohstoffe ankommen, ging es zum Hochofen, in dem aus Eisenerzen flüssiges Roheisen produziert wird. Anschließend sahen die Teilnehmer des Camps, wie im Warmbandwalzwerk Blöcke aus gegossenem Stahl unter Funkenflug zu Blechen gewalzt werden. In einem Workshop bei der thyssenkrupp AG beschäftigten sie sich mit der Technologie und den Möglichkeiten von 3D-Druck mit Metall. Es wurden Ideen zur Anwendung entwickelt und mit den Experten des Unternehmens diskutiert.

Am Institut für Technologien der Metalle der Universität Duisburg-Essen ging es dann für die Schülerinnen und Schüler mit Prof. Dr.-Ing. Rüdiger Deike, Inhaber des Lehrstuhls für Metallurgie der Eisen- und Stahlerzeugung, ins Labor. Dort gossen sie Stahl und analysieren ihn hinsichtlich seiner Festigkeit und Eigenschaften.

Bei einer Führung durch die Fertigungsanlagen der Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH erlebten die Teilnehmer, wie Stahl und Vorprodukte für die verarbeitende Industrie hergestellt werden.

Im Anschluss erhielten sie einen Einblick in die Unternehmensführung und die damit verbundene Verantwortung.

Außerdem besuchten sie während des MINT-EC-Camps historische Orte wie das Weltkulturerbe Zeche Zollverein und den Landschaftspark Nord.

MINT-EC ist das nationale Excellence-Netzwerk von Schulen mit Sekundarstufe II und ausgeprägtem Profil in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT). Es wurde im Jahr 2000 von den Arbeitgebern gegründet und arbeitet eng mit deren regionalen Bildungsinitiativen zusammen.

Das Netzwerk mit derzeit 266 zertifizierten Schulen mit rund 287 000 Schülerinnen und Schülern sowie 22 500 Lehrkräften steht seit 2009 unter der Schirmherrschaft der Kultusministerkonferenz der Länder.

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