Referenten zeigen bei Infoabend der Jungen Union Ansätze auf

Wie den ÖPNV verbessern?

Franka von Seck vom ZVBN, Georg Esenwein (kleines Bild links) vom Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde sowie (kleines Bild rechts) Renate Brüning vom Bürgerbus Syke und Thorsten Runge vom Bürgerbus Bassum referierten. - Foto: Behling

Sulingen - Um Möglichkeiten der Verbesserung beziehungsweise des Ausbaus des öffentlichen Personennahverkehrs in Sulingen sollte es bei der Informationsveranstaltung gehen, zu der der Ortsverband Sulingen der Jungen Union ins Hotel „Zur Börse“ eingeladen hatte.

Vorsitzender Marcel Brandes begrüßte die knapp 20 Teilnehmer – konkrete Probleme im ÖPNV oder Wünsche als „roten Faden“ des Abends nannte er nicht, ließ die Referenten ihre Ansätze für bessere Mobilität aufzeigen. Franka von Seck, beim Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) für den Landkreis Diepholz zuständig, konstatierte eine gute Busanbindung von Sulingen. 

Franka von Seck vom ZVBN, Georg Esenwein (kleines Bild links) vom Aktionsbündnis Eisenbahnstrecke Bassum-Bünde sowie (kleines Bild rechts) Renate Brüning vom Bürgerbus Syke und Thorsten Runge vom Bürgerbus Bassum referierten. - Foto: Behling

Die Anzahl der Taktfahrten auf den Linien 123 (Sulingen - Bassum), 133 (Sulingen - Wagenfeld -Rahden), 137 (Sulingen - Diepholz) und 138 (Sulingen - Nienburg) liege dicht am vom Landkreis Diepholz vorgegebenen Soll. In Kürze werde mit den Arbeiten zur Fortschreibung des Nahverkehrsplanes (der aktuelle gilt bis 2017) begonnen, für Anregungen oder Hinweise auf Probleme sei sie Ansprechpartnerin. 

Davon hatte Klaus Gerke, Sprecher der Projektgruppe „Bahn 2029“ im Bürgerbeteiligungsprozess „Wir sind Sulingen 2.029“, der sich als Zuhörer einfand, einige im Gepäck – Verbesserungsbedarf sieht er etwa bei der Linie 123, um die Züge am Bassumer Bahnhof zu erreichen.

Franka von Seck stellte die Möglichkeiten, Vor- und Nachteile des Anruf-Sammeltaxis, des Linien-Taxis und des Bürgerbusses vor, um Lücken bei den Strecken beziehungsweise den Fahrtzeiten des Busnetzes zu schließen. Auf das Prinzip des Bürgerbusses gingen Renate Brüning, Vorsitzende des den Bürgerbus in Syke betreibenden Vereins, und ihr „Kollege“ in Bassum, Thorsten Runge näher ein. Der Slogan „Bürger für Bürger“ sei entscheiden, betonte Renate Brüning: „Es ist ganz, ganz wichtig, sich Bürger zu suchen, die bereit sind, ihre Arbeit zu investieren.“ Auch die Unterstützung durch die jeweilige Kommune und durch Sponsoren sei essentiell.

Georg Esenwein stellte die Aktivitäten und Ziele des Aktionsbündnisses Eisenbahnstrecke Bassum – Bünde vor, dass sich die Reaktivierung des schienengebundenen Nahverkehrs auf die Fahnen geschrieben hat. Die Mitglieder des Vereins setzen sich für den Erhalt des Sulinger Kreuzes mit seinen Bahnstrecken Bassum-Sulingen-Bünde und Diepholz-Sulingen-Nienburg ein.

Wachsendes Interesse der Bevölkerung an ihrer Bahnstrecke, das Verhindern der Entwidmung von Teilstrecken und der „Südschleife“, die den Sulinger Bahnhof abgekoppelt hätte, nannte Esenwein als Erfolge des AEBB. Aus der Versammlung bekam er allerdings zu hören, dass der Erhalt der Bahnanlagen die Entwicklung der Innenstadt blockiere. 

ab

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