„Manchmal unterschätzt man, wie viele Berufsfelder es gibt“

Zehnter Jahrgang des Gymnasium Sulingens absolviert Betriebspraktikum

Rebecka Abed Al Nour abolvierte ihr Praktikum in der Bären-Apotheke. Das Einräumen der Medikamente und das Sortieren der Bestellungen sind nur zwei von vielen Aufgaben, die sie zu erledigen hatte.

Sulingen - 8 Uhr, Rebecka Abed Al Nour ist schon längst in der Bären-Apotheke angekommen. Sie räumt Medikamente ein, sortiert die Bestellungen. Rebecka Abed Al Nour gehört zu den an die 150 Schülerinnen und Schülern des zehnten Jahrganges des Gymnasiums Sulingen, die zwei Wochen lang ihre Betriebspraktika absolviert haben.

Das Einräumen der Medikamente und das Sortieren der Bestellungen sind nur zwei von vielen Aufgaben, die Rebecka Abed Al Nour zu erledigen hatte.

Das Praktikum habe ihr gezeigt, wie viele Berufsfelder es in einem Betrieb geben kann, sagt Rebecka. Allerdings ging es ihr ähnlich wie Paula Knispel, die die Mitarbeiter der Deko-Abteilung im Sulinger Kaufhaus Ranck unterstützte. „Ich wollte mir das hier einfach mal angucken.“ Ihre Bilanz: Die Arbeit mache Spaß, wäre aber auf längere Zeit nichts für Paula. Zu ihren Aufgaben gehörte unter anderem das Ankleiden der Schaufensterpuppen.

Jona Niklas Krause absolvierte sein Praktikum in der Sportabteilung des Kaufhauses Ranck. Da er sich für Sport und den kaufmännischen Bereich interessiere, mache ihm das Praktikum viel Spaß; für einen Ausbildungsplatz bei Ranck werde er sich allerdings nicht bewerben.

Einen Praktikumsplatz finden, der einem viel Spaß macht: Laura Kosten ist das im Fitnessstudio „Sport’s Sulingen“ gelungen. Die 16-Jährige unterstützte im Sport- und Trainingsbetrieb, in der Verwaltung, musste aber auch zum Putzlappen greifen.

Alicia Mintert und Beke Breitmeier verbrachten ihre Praktikumswochen in der Regionaldirektion Sulingen der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz. Sie waren im Service- sowie im Privatkunden-Bereich tätig, konnten den Mitarbeitern auch bei der Bearbeitung von Baufinanzierungen über die Schultern gucken. Das Praktikum sei sehr abwechslungsreich und man bekäme einen guten Eindruck von den Reichweiten der Sparkasse, berichten Alicia und Beke.

Alicia Mintert und Beke Breitmeier (rechts) in den Räumen der Kreissparkasse Grafschaft Diepholz. Links im Bild: Praktikumsbetreuer Tim Rehburg.

Während der zwei Wochen trafen die angehenden Abiturienten auch auf Praktikanten anderer Schulen; unter anderem auf Collin Rohlfs, Schüler der Fachoberschule Wirtschaft des Berufsbildunszentrums Dr. Jürgen Ulderup. Er absolviert bei der AOK ein einjähriges Praktikum, kann es aber jetzt schon nicht mehr abwarten, eine Ausbildung zu beginnen. Eingesetzt ist Collin im Empfangsbereich der Gesundheitskasse. Bürotätigkeit und Kundenkontakt: „Abwechslungsreich“, sagt der Fachoberschüler.

Dem Gros der Mitarbeiter der Betriebe kommen Praktikanten gelegen: „Es wird immer schwieriger, guten Zuwachs für ein Betrieb zu bekommen, da vielen oft nicht bewusst ist, wie viele Berufsfelder eine Sparkasse hat“, erklärt Tim Rehburg, einer der Verantwortlichen für die Praktikanten bei der Kreissparkasse. „Ein Praktikum kann Interesse bei den Jugendlichen wecken, später bei der Ausbildungsplatzwahl auf den Betrieb zurückzukommen.“

Von den Praktikanten erwarte er Interesse, Elan und Eigeninitiative. Gutes Benehmen werde vorausgesetzt. Das Alter spiele eine große Rolle: „Man merkt, dass das Interesse je nach Alter variiert.“

Einig sind sich alle Beteiligten, dass sich das Engagement für die Praktikumswochen gelohnt hat – Schülerinnen und Schüler, aber auch die Mitarbeiter der örtlichen Betriebe.

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