Medizinisches Versorgungszentrum in Sulingen

Lorenz will Projekt begleiten

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Vorbereitung auf das Gespräch mit der Geschäftsführung der „Alexianer“: Gunter Koop (sitzend) mit Erdem Aydilek, Andreas Albers, Elisabeth Wamhoff, Joachim Oltmann, Magret Herzog und Alexander Gromut (v.l.).

Sulingen - Das Projekt von SPD-Ortsverein Sulinger Land und SPD-Fraktion im Rat der Stadt Sulingen, die Möglichkeiten der Stärkung der ärztlichen Versorgung in der Region und der Klinik Sulingen der Alexianer im Landkreis durch die Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) zu prüfen, scheint an Fahrt aufzunehmen. Nach der Vorstellung der Projektidee im Juli diskutierten Vertreter von Ortsverein und Fraktion am Mittwochabend mit „Alexianer“-Geschäftsführer Uwe Lorenz Strategien.

Auch wenn die Geschäftsführung des Klinikverbundes aktuell selbst nicht die Einrichtung eines MVZ anstrebt, sagte Lorenz in den Räumen der Klinik Sulingen zu, die in einem nächsten Schritt zu bildende Strategiegruppe beratend zu begleiten.

Laut Mitteilung des Geschäftsführers wurden im vergangenen Jahr im zum Klinikverbund gehörenden Versorgungszentrum Diepholz mit seinen Dependancen in Bassum und Weyhe an die 25 000 Patienten behandelt. „Wenn sich die Kommune entschließt, so ein Vorhaben voranzutreiben, werden wir uns dem nicht verschließen und den Prozess unterstützen.“

Ob ein Versorgungszentrum tatsächlich zu einer Stärkung des Klinikstandortes führt, vermag aber auch der Klinikverbund-Geschäftsführer nicht zu sagen. „Ausschließen möchte ich das nicht, tatsächlich kommt es auf die Belegung mit Fachrichtungen und die Verzahnung zwischen Klinik und niedergelassenen Ärzten an; und die haben wir auch heute zum Teil schon.“

Im Juli hatten die Spitzen des Ortsverbandes und des Ortsvereins ihre Gedanken zum Projekt MVZ Sulingen öffentlich gemacht und damit auf einen Mehrheitsbeschluss des Rates der Stadt Sulingen reagiert. Beschlossen ist, bei Anzeichen dafür, dass die Fortführung der Klinik Sulingen als funktionierendes Krankenhaus gefährdet ist, die Herauslösung aus dem Klinikverbund zu fordern.

„Wir brauchen jetzt intelligente Lösungen.“

Uwe Lorenz kritisierte am Mittwochabend den Ratsbeschluss: „Der ist nicht wirklich zielführend und verbreitet Unruhe; unter den aktuellen Mitarbeitern, aber auch unter Bewerbern.“

Laut Gunter Koop, dem Vorsitzenden der SPD-Stadtratsfraktion, sei vorgesehen, zeitnah in einem nächsten Schritt die Forderung nach Bildung der Strategiegruppe und damit der Weiterentwicklung der Projektidee in die politischen Gremien der Stadt zu transportieren.

SPD-Ratsmitglied Joachim Oltmann am Mittwoch: „Wir brauchen jetzt intelligente Lösungen – und müssen deshalb Experten mit an den Tisch holen; auch die Umlandgemeinden.“ Laut Gunter Koop seien erste Gespräche schon geführt; etwa mit der Kassenärztlichen Vereinigung.

Teilgenommen an der Zusammenkunft am Mittwoch haben neben Lorenz, Koop und Oltmann SPD-Ortsvereinsvorsitzende Margret Herzog, Vorstandsmitglied Andreas Albers, Elisabeth Wamhoff als stellvertretende Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion sowie die Ratsmitglieder Erdem Aydilek und Alexander Gromut.

Gunter Koop im Juli bei der Projektvorstellung: „In einem Versorgungsgzentrum können wir jungen Fachärzten und vielleicht auch Allgemeinmedizinern die Chance geben, sich hier am Standort weiterzuentwickeln, ohne dass sie selbst unternehmerisches Risiko tragen müssen.“

Letzteres müssten die Betreiber übernehmen. „Wer das auch immer sein wird“, so Koop.

 oti

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