Anwohner von Thüringer Straße und Dr.-Golm-Straße wählen Ortsrat

Lindern wächst um 130 Bürger

Die Thüringer Straße und die Dr.-Golm-Straße gehören zur Ortschaft Lindern. Birgit Dullin, Dirk Rauschkolb und Andreas Fischer (v.l.) sind sich einig. - Foto: Schlotmann

Sulingen - In Niedersachsen werden am 11. September die Kommunalparlamente gewählt. Die Bürger der Stadt Sulingen entscheiden mit über die Zusammensetzung des zukünftigen Kreistages des Landkreises Diepholz, des Rates der Stadt Sulingen – und zum Teil auch über die der Ortsräte. Eine Premiere erleben im September etwa 130 wahlberechtigte Anlieger der Thüringer Straße und der Dr.-Golm-Straße in Sulingen: Sie werden erstmals per Wahlbenachrichtigung aufgefordert, auch ihre Stimmen für die Wahl zum Ortsrat der Ortschaft Lindern abzugeben. „Und können sich auch selbst um Sitz und Stimme im Rat der Ortschaft bewerben“, erklärt Andreas Fischer, Mitarbeiter des Fachbereiches Allgemeines und Soziales der Stadtverwaltung. Meldeschluss ist am Montag. Die Zahl derer, die für den 11. September zur Wahl des Linderner Ortsrates aufgefordert werden, ist damit von 466 auf 593 gestiegen.

Bürgermeister Dirk Rauschkolb: „Pro forma gehören die Thüringer Straße und die Dr.-Golm-Straße zur Ortschaft Lindern.“ Im Zuge des Flurbereinigungsverfahrens Sulingen, das 1981 eingeleitet und im September 2009 feierlich abgeschlossen worden war, sind die Gemarkungsgrenzen neu eingeteilt worden. Rauschkolb: „Die Stadt Sulinen hat schlichtweg vergessen, auch die Ortsgrenzen neu zu setzen.“ Erforderlich dazu sei ein Beschluss im Rat der Stadt, der mit einer Zweidrittel-Mehrheit untermauert werden muss. „Spätestens 120 Tage vor der Wahl“, erklärt der Bürgermeister. „Im Prinzip gehören die Bereiche, wo sich die beiden Straßen befinden, schon immer zu Lindern.“

Für die Anwohner der Thüringer Straße und der Dr.-Golm-Straße ändert sich damit auch der Ort, an dem sie ihre Stimmen abgeben müssen: „Sie wählen nicht mehr in der Edenschule, sondern jetzt im Linderner Feuerwehrhaus“, erklärt Birgit Dullin, allgemeine Vertreterin des Bürgermeister, bei der die organisatorischen Fäden der Kommunalwahl am 11. September in Sulingen zusammenlaufen.

Aufmerksam geworden auf die Zugehörigkeit der beiden Straßenzüge zur Ortschaft Lindern waren die Verwaltungsmitarbeiter nach Gesprächen mit Vertretern des aktuellen Ortsrates, die Dirk Rauschkolb an ihr Begehren erinnert hatten, dass auch die Anwohner des Sulinger Bruches aufgerufen werden, sich an der Wahl zum Ortsparlament zu beteiligen. Nach dem Ortsrecht gehört der Sulinger Bruch nicht etwa zur Ortschaft Lindern, sondern zur Stadt Sulingen.

2011 hatte die Stadt Sulingen unter 38 Anwohnern des „Bruches“ eine Umfrage durchgeführt. 24 antworteten, von denen 75 Prozent keine Notwendigkeit sahen, der Ortschaft Lindern zugeordnet zu werden.

Rauschkolb: „Wir werden die Thematik in Gänze noch einmal in den Gremien beraten; aber erst dann, wenn sich die neuen Räte konstituiert haben.“ 

oti

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