Projekt „Gemeinde inklusiv – eine Stadt für alle“ geht weiter

Immer mehr Hände am Tipi

Konfirmanden und Flüchtlinge arbeiten zusammen am Projekt „Gemeinde inklusiv – eine Stadt für alle“.

Sulingen - Erst ein Treffen mit Paten und Flüchtlingen aus den Reihen der Flüchtlingsinitiative Sulingen, dann eine Zusammenkunft mit den Frauenkreisen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Sulingen sowie Vertretern des Ortsverbandes Sulingen des Deutschen Hausfrauenbundes – und jetzt angehende Konfirmanden: Die Hände, die an dem Projekt „Gemeinde inklusiv – eine Stadt für alle“ mitarbeiten, werden immer mehr. Pastorin Juliane Worbs stattete jetzt in Begleitung der Vorkonfirmanden dem Sozialpsychiatrischen Tageszentrum Taff von Bethel im Norden einen Besuch ab, um an dem Tipi weiterzuarbeiten.

Unterstützung erhielten sie vor Ort von 25 Flüchtlingen sowie Mitbürgern, die im Taff betreut werden beziehungsweise die ambulanten Wohnangebote von Bethel im Norden in Anspruch nehmen.

„Zunächst waren die Konfirmanden etwas unsicher, aber nachdem sie sich die Räume anschauen und sich frei bewegen konnten war die Hemmschwelle schnell abgebaut“, erklärt Einrichtungsleiter Karsten Wenisch. Juliane Worbs hatte die Konfirmanden im Vorfeld des Besuches der Einrichtung an der Nienburger Straße über den Begriff Diakonie und die damit verbundenen Einrichtungen aufgeklärt.

Karsten Wenisch stellte das Taff vor, Heike Thies, Jessica Glittenberg und Eileen Scurfield, neben Marlies Beich Angehörige der Arbeitsgruppe „Gemeinde inklusiv – eine Stadt für alle“, erklärten das Tipi–Projekt.

Das Tipi verstehen die Projektpartner, neben Bethel im Norden die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sulingen sowie der Verein Blau Wahl, als „anerkennendes Zeichen für die bunte Vielfalt in der Stadt“.

Nach dem Projektstart im April dieses Jahres hatten im Juli Gäste des Willkommensfestes von „Bethel“, Flüchtlingsinitiative und Kirchengemeinde im Gemeindezentrum Edenstraße die ersten Stoffstücke zu Zeltbahnen zusammengesetzt.

Im September war das Projekt dann unter Mithilfe von Angehörigen der Frauenkreise und des Ortsverbandes Sulingen des Deutschen Hausfrauenbundes fortgesetzt worden. Auch Angehörige des Ortsverbandes Sulingen der Arbeiterwohlfahrt und des Frauenkreises der Kirchengemeinde hatten bereits ihre Mithilfe angekündigt.

Marlies Beich, Leiterin Ambulante Dienste der Eingliederungshilfe von Bethel im Norden im Landkreis Diepholz: „Dieses Tipi soll dem Austausch zwischen unterschiedlichen Menschen dienen und uns bei allen inklusiven Veranstaltungen begleiten.“

Das nächste Treffen, um am Tipi zu arbeiten, kündigt Beich für Mittwoch, 9. November, an. „Zukünftig treffen wir uns an jedem zweiten Mittwoch eines ungeraden Monats. Und wir werden immer wieder ganz gezielt neue Gruppen bitten, zu helfen. Natürlich ist jeder, der mitmachen will, herzlichst willkommen.“

oti

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