53-Jähriger aus Borstel ist Vorsitzender des Bundes Deutscher Heidelbeeranbauer

Heiner Husmann sieht blau

Husmann ist nicht nur Inhaber des gleichnamigen Obstbaubetriebes in Borstel, sondern auch Vorsitzender des Bundes Deutscher Heidelbeeranbauer – seit acht Jahren und damit schon in der dritten Amtszeit. - Foto: Schlotmann

Borstel - Heiner Husmann ist 53 Jahre alt, lebt in Borstel. Der Familienvater ist Mitglied im Schützenverein Borstel und Umgebung, Förderer der Feuerwehr. „Wenn ich da helfen kann, dann mache ich das gerne“, sagt er. Den Schwerpunkt seines ehrenamtlichen Engagements sieht er in anderen Bereichen: „Meine Hauptaugenmerk widme ich den Heidelbeeren, weil es Spaß macht – und weil ich da schon immer viele Baustellen gesehen habe.“ Husmann ist nicht nur Inhaber des gleichnamigen Obstbaubetriebes in Borstel, sondern auch Vorsitzender des Bundes Deutscher Heidelbeeranbauer – seit acht Jahren und damit schon in der dritten Amtszeit.

Seit 20 Jahren wirkt der Borsteler in dem Vorstand des Bundesverbandes mit, unter dessen Dach sich vor etwa 15 Jahren weitgehend alle Gruppen, die die Interessen der Heidelbeeranbauer vertreten, zusammengeschlossen haben.

„Die Heidelbeere ist in die Kategorie der Spezialkulturen einzuordnen“, erklärt Heiner Husmann. Mit erste Aufgabe des Zusammenschlusses der Gruppe der Obstanbauer sei zunächst das Zusammentragen von Informationen über den Anbau gewesen.

Später sprach man über Einsatzmöglichkeiten der Frucht, das Marketing, zum Teil auch über die Möglichkeiten der Bekämpfung von Krankheiten.

Ungern erinnert sich der Borsteler an das Jahr 1995: „Da hat sich bei den Heidelbeeren in Deutschland eine Krankheit verbreitet, die mit den Brennflecken bei den Erdbeeren vergleichbar ist.“ Mit Hilfe der Mitarbeiter des heutigen Obstbauzentrums Esteburg in Jork habe man die Erreger bekämpfen können. Husmann: „Auch heute noch arbeiten wir bei Fachfragen mit der Beratern in Jork zusammen.“

Die Schwerpunkte der Vorstandsarbeit unterliegen nach Angaben des Vorsitzenden der Bundesvereinigung einem ständigen Wandel. „Nur unser Engagement für das Marketing bleibt unverändert.“ Aktuell gewinne die politische Interessenvertretung immer mehr an Gewicht.

Für das Marketing nennt Husmann exemplarisch die Kampagne „die blauen Höfe“, die man in Zusammenarbeit mit der Marketinggesellschaft der niedersächsischen Land- und Ernährungswirtschaft derzeit mit Leben fülle. „Immer wichtiger wird auch, die Gesetzgebungsverfahren der Europäischen Union und hierzulande im Blick zu behalten.“

Heiner Husmann vertritt die Interessen der Heidelbeer-Anbauer in der Landes- sowie in der Bundesfachgruppe Obst des Deutschen Bauernverbandes sowie in dessen Bundesausschuss Obst und Gemüse. „Das bedeutet, man ist auch viel unterwegs, auch in Zeiten, wenn Hochkonjunktur auf dem eigenen Hof herrscht.“

Saison ist von Anfang Juli bis Mitte Oktober, erklärt der 53-Jährige, der nicht nur über die Ausbildung zum Landwirt verfügt, sondern sich seit 1984 staatlich geprüfter Betriebsleiter nennen darf. 2002 übernahm er den Hof von seinem Vater Heinrich. Zukünftig kann er auf die Unterstützung seines Sohnes Jan zurückgreifen, der im März erfolgreich die Ausbildung zum Obstbaumeister abgeschlossen hat.

Bewirtschaftet werden von Husmanns Ausbildungsbetrieb in Borstel aus verschiedene Heidelbeerplantagen auf einer Gesamtfläche von mehr als 50 Hektar.

Der Inhaber von Husmanns Obstgärten spricht von sechs festangestellten Mitarbeitern, die aktuell für den Betrieb tätig sind. „Über die Saison kommen dann noch einmal bis zu 150 Saisonkräfte dazu.“

Wie lange genau die Hofstelle im Familienbesitz ist? Heiner Husmann zuckt mit den Schultern, spricht von Relikten aus dem Jahr 1726. „Irgendwie war der Betrieb schon immer in Familienhand; wenn auch früher unter anderen Namen.“

Den Grundstein für den Anbau von Heidelbeeren hatte Vater Heinrich mit seiner Meisterarbeit gelegt, in der er dessen betriebswirtschaftlichen Nutzen darlegte. Heiner Husmann widmete sich in seiner Abschlussarbeit einem ähnlichen Thema. Sohn Jan auch; speziell der Unkrautbekämpfung im Heidelbeeranbau.

Am Sonntag, 31. Juli, lässt Heiner Husmann den eigenen Hof Hof sein: Dann ist er wieder in offizieller Mission unterwegs. In Grethem im Heidekreis wird er, gemeinsam mit Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer, die Heidelbeersaison 2016 offiziell eröffnen.

oti

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