Zwei Tage Resonator-Festival in Sulingen

Einmal noch im Jahr 2017

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Sulingen - Greyhound George und Andy Grünert ließen keinen Zweifel daran: Entscheidend ist nicht, woher man kommt, sondern ob man den Blues hat oder nicht. Das Duo von der B 61, dem Pendant des Blues Highway 61, hat ihn.

Am Freitag beendeten sie das Bühnenprogramm des Resonator-Festivals mit Delta- und Chicago Blues und Eigenkompositionen wie dem „Apple Street Boogie“, einer Hommage an ihre Heimatstadt Bielefeld. Greyhound Goerge und Andy Grünert gehören zu den handverlesenen Musikern, die eine Einladung zum „International Blues Challenge“ in Memphis/Tennessee erhielten, dem größten internationalen Blueswettbewerb. Die Musiker schätzen die Tuchfühlung mit dem Publikum und den Kontakt untereinander. „Der Austausch ist wichtig“, sagt Peter Funk, der das Festival am Freitag mit „Blues und artverwandter Musik“ eröffnete. Sein Handwerkszeug: Lapsteel-Gitarren aus den 1920er und 1930er Jahren. Ein Bonbon des Folkblues-Gitarristen für die Sulinger Szene: Für Samstagnachmittag lud er zum Slide-Gitarren-Workshop ein.

„Bluesbird“ war eine der drei Gruppen aus dem Sulinger Land, die für das Festival gebucht waren. Mit Songs aus den Randgebieten des Blues deckten sie eine große musikalische Bandbreite ab. Eigene Arrangements, unter anderem den Jazzstandard „Georgia on my mind“, präsentierten sie im groovigen Sound und mit markantem, bluesgetränktem Gesang. Auch für „Grey Wolf“ alias Pit Kyas aus Halberstadt war der Auftritt gewissermaßen ein Heimspiel. Mit Percussion-Begleitung von Alex Wurlitzer brachte er eigene Songs und individuell bearbeitete Cover-Versionen zu Gehör. Der graue Wolf heulte schon mehrfach in Sulingen den Blues – laut oder leise, immer authentisch.

17. Resonator-Festival in Sulingen

Die nicht-kommerzielle Veranstaltung in Sulingen sucht ihresgleichen. „Wir sind europaweit das am längsten bestehende Resonator-Festival“, sagt Amtsschimmelwirt Willi Bründl bei der Eröffnung der 17. Neuauflage. Er erinnerte an den kürzlich verstorbenen Frank Badinski, der seinerzeit einer der Ideengeber war: „Er wollte dieses Mal in zwei Bands mitspielen, jetzt guckt er uns von oben zu. Wir denken an ihn.“

17. Resonator-Festival in Sulingen - der Samstag

Bründl und Mitorganisator Jens Bokelmann decken die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Fahrtkosten der Künstler aus Sponsorengeldern und Spenden aus der Mitte des Publikums. Michael Walzer aus Bremen gefiel dieses Konzept, aber nicht nur das: „Die Atmosphäre ist einmalig. Wir haben uns gleich für zwei Tage in Sulingen einquartiert.“

Die Organisatoren kündigten eine Neuauflage für 2017 an. Willi Bründl: „Einmal machen wir noch.“ 

mks

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