Andre Schröder und seine Familie aus Sulingen sorgen seit Jahren für viel Spaß

Schönster Lohn ist das Lachen der Kinder

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André Schröder verzaubert seine kleinen Kunden mit „Josef, dem Emu“. Die tierische Puppe kommt bei den Kindern meist gut an.

Sulingen - Von Klaus Winkelmann. André Schröder und seine ganze Familie arbeiten für das kritischste Publikum das es gibt: Kinder. „Kinderanimation ist durchaus ein lohnendes Geschäft“, berichtet er. Aber es ist auch hart. Denn als Unternehmer in dem Bereich Kinderanimation gibt es keine festen Arbeitszeiten, das Programm muss vielseitig sein und die Mitarbeiter kommen ohne Fleiß, Geduld, Fantasie und Spontanietät nicht weit.

„Kinder sind sehr anspruchsvoll, aber sie sind auch direkt“, wissen André Schröder und seine Chefin und Lebensgefährtin Petra Renzelmann, die beide aus Sulingen kommen. Sie wollen perfekt unterhalten werden und Spaß haben. Langeweile darf es nicht geben.

Seit 2001 sind die beiden im Geschäft, allerdings begann die Unternehmensgeschichte eher unspektakulär. „Mit Musik fing alles an“, erinnert sich Schröder. Er trat als DJ auf und er vermietete Bühnentechnik. Bald war er bei vielen Veranstaltern wie Schützenvereinen oder Kindergärten und Schulen ein gefragter Mann.

Die Ansprüche der Kundschaft stiegen aber schon nach kurzer Zeit. Denn sie benötigten eine Kinderbelustigung, damit die Eltern ungstört feiern konnten. Und so entdeckte der vielseitige Unternehmer sein „schönstes Geschäftsfeld“ – die Kinderanimation.

„Wir begannen mit einer Hüpfburg, hier konnten die Kinder nach Herzenslust toben“, erinnert sich Petra Renzelmann. Hinzu kamen nach kurzer Zeit weitere Geräte wie etwa ein sogenanntes „Rodeo-Bullride“ (Bullenreiten). Schnell entdeckte das Unternehmerpaar die Freude, die diese spezielle Kundschaft bereitete. „Ist man gut, sind die Kinder sehr fröhlich und dankbar“, berichten die beiden.

Neben den Spielgeräten kamen schnell weitere Angebote hinzu: sogenannte Walkacts – eine besondere Form des Theaterspiels, bei dem Publikum und Künstler nicht durch eine Bühne getrennt sind –, Kinderschminken, temporäre Tattoos und weitere Aktionen machten das Unternehmen auf dem Markt der Kinderunterhaltung sehr erfolgreich. Hinzu kamen Luftballonworkshops. Dort lernen die kleinen Kunden, wie man aus Luftballons Tiere oder Figuren gestaltet, selbst Zaubershows, wo die Kinder und Jugendlichen Zaubertricks lernen, erweitern das Programm.

Die Schar der Kunden ist breit gestreut. Ob von Stadtverwaltungen, Unternehmen, Kindergärten oder Schulen – „Show-Max“ aus Sulingen ist bei vielen Kunden häufig gefragt. „Unsere Auftraggeber kommen aus dem gesamten Bundesgebiet“, berichtet André Schröder.

Seit 2014 unterliegt der Entertainer allerdings einer Zwangspause – aufgrund einer langwierigen Erkrankung kann er momentan nicht arbeiten. Seine Lebensgefährtin Petra und die beiden Töchter haben, neben ihren eigenen Berufen, das Unternehmen übernommen. „Ich bin vorrübergehend nur noch als Berater für unser Familienunternehmen tätig“, führt er mit großer Betroffenheit aus. Doch so ganz kann er sich nicht aus den Betrieb heraushalten. „Hin und wieder trete ich mal als Popeye oder Vogel Strauß auf – sozusagen ehrenamtlich.“ Denn sonst würde er den schönsten Lohn schmerzlich vermissen: Das fröhliche Lachen der Kinder.

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