1000 Sportler schwimmen, laufen und fahren Rad

Silbersee-Triathlon: Wettkämpfer aus den Niederlanden angereist

Die zweite Gruppe trägt grüne Badekappen.

Stuht - Von Bernd Ostrowski. „Oben nass und unten nass“ lautete das Motto des diesjährigen Silbersee-Triathlons.

„Ich bin froh, dass sich das Problem Blaualgen im Wasser noch rechtzeitig erledigt hat, so dass die Disziplin Schwimmen mit in den Wettbewerb aufgenommen werden kann“, so Bürgermeister Niels Thomsen in seiner Begrüßungsansprache vor den teilnehmenden Triathleten.

Organisator Jan Neubauer vom Verein LC Hansa Stuhr erklärte den Teilnehmern den Ablauf der Veranstaltung und ermahnte sie, dass insbesondere beim Radfahren Vorsicht geboten sei, da die Straßen teilweise nicht abgesperrt seien, so dass mit Kraftfahrzeugen zu rechnen sei. „Hier gilt dann für alle die Straßenverkehrsordnung“, so Neubauer.

Pünktlich um 9 Uhr gab der Bürgermeister den Startschuss für die erste Gruppe, und die orangefarbenen Badekappen sprangen in den Silbersee. Hier galt es, zwei Runden je 750 Meter zu absolvieren, bevor es im Dauerlauf zu dem Platz ging auf dem die Fahrräder fein ordentlich in geraden Reihen aufgestellt waren. Schnell tauschten die Sportler die Badekappen mit Sturzhelmen. Dann ging es im Schwimmanzug meist barfuß auf die 40 Kilometer lange Strecke durch die Gemeinde. „Die besten der Radler schaffen diese Strecke in weniger als einer Stunde“, erklärte Jan Neubauer.

Älteste Sportlerin ist 77

Im Anschluss ging es noch auf eine zehn Kilometer lange Strecke. Die Ersten liefen nach knapp zwei Stunden ins Ziel. Insgesamt waren am Vormittag vier Gruppen am Start, darunter eine reine Frauengruppe. Der älteste Teilnehmer war mit 77 Jahren Manfred Hinzmann, der keinen der bisherigen 23 Silbersee-Triathlons ausgelassen hat. Gegen Mittag ging die Siegerehrung über die Bühne. Am Nachmittag folgte noch eine abgespeckte Version mit 500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen. „Für die Version melden sich meist Breitensportler, auch Einsteiger sind dabei“, kommentierte Jan Neubauer. Insgesamt waren 1 000 Frauen und Männer am Start. Die Gruppen waren voll ausgebucht. Hinzu kamen noch einmal über 200 Helferinnen und Helfer, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) war mit rund 50 Freiwilligen vor Ort, weitere Helfer kamen von der Feuerwehr in Heiligenrode oder vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). „Natürlich sind auch viele Mitglieder des LC Hansa im Einsatz, aber weil das alles nicht reicht, haben wir noch viele Freunde und Bekannte aus dem privaten Umfeld akquiriert“, freute sich Jan Neubauer. Entsprechend voll waren die umliegenden Parkplätze, Kraftfahrzeugkennzeichen aus dem ganzen Bundesgebiet waren zu lesen. Selbst aus den Niederlanden waren Triathleten angereist.

Bewundernswert war die stoische Ruhe, mit der Jan Neubauer seine organisatorische Aufgabe vornahm. Seit zwölf Jahren ist der 36-jährige Kaufmann Abteilungsleiter beim LC Hansa. „In der Ruhe liegt die Kraft“, lautet sein persönliches Motto.

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