„Verbindungenzwischen Menschen schaffen“

Horst Lilienthal informiert in seinem Internetauftritt über den Iran

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Horst Lilienthal hat ein Faible für den Iran und betreibt seit drei Jahren eine Homepage über das Land, das er selbst seit Jahren immer wieder bereist.

Stuhr - Von Tabea Richter. Das karge Land, die grünen Oasen, die fröhliche Lebensart der Menschen – seit seinem ersten Aufenthalt im Iran im Jahr 1976 ist Horst Lilienthal fasziniert von dem Land, das ihn bis heute nicht loslässt.

Mit einer eigenen Homepage, verschiedenen Reiseangeboten und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche möchte er andere Menschen an seiner Begeisterung teilhaben lassen und „Brücken für ein gutes Miteinander bauen“, so Lilienthal.

Der gebürtige Stuhrer knüpfte durch seine frühere Beschäftigung als Exportkaufmann bei einer Bremer Firma erste Kontakte im Iran. Als in Teheran die Leitungsposition bei einer Niederlassung seines Arbeitgebers frei wurde, nutzte er die Möglichkeit, einige Zeit im Ausland zu arbeiten. „Die Zeit dort hat mein Leben geprägt. Ich hatte das Gefühl, etwas gelernt und begriffen zu haben über das Zusammenleben der Menschen“, erzählt er. Besonders fasziniert habe ihn die Gastfreundlichkeit, die Höflichkeit und die Hilfsbereitschaft der Menschen dort. „Ich habe mich in dem Land wohl und sicher gefühlt“, sagt Lilienthal zurückblickend.

Nach seiner Rückkehr war er zunächst weiterhin bei seiner Firma tätig und machte sich wenige Jahre später in der gleichen Branche selbstständig. Viele der anfänglich geschäftlichen Beziehungen seien auch zu privaten geworden, denn bei den Menschen dort „gehen persönliche Kontakte und geschäftliches Zusammenarbeiten Hand in Hand“. Mittlerweile ist der 75-Jährige rund 100 Mal nach Vorderasien geflogen. Er wollte mehr über das Land sowie die Bewohner wissen und seine Erfahrungen weitergeben. Auch seine Frau, die Kinder und Freunde nahm er mit auf Reisen. Später kam der Wunsch auf, möglichst viele Leute über den Iran zu informieren. „Ich kann die Welt nicht verändern, aber ich möchte unterstützen und Vorurteile abbauen“, sagt Lilienthal. Seit einigen Jahren betreibt er dazu eine eigene Website, um Menschen in Europa das „wirkliche Bild“ des Landes nahezubringen, weltweit Verbindungen zu knüpfen und Leute verschiedener Nationen zu vereinen.

Die Homepage enthält Informationen rund um das Thema Land und Kultur, Tipps zu Veranstaltungen, Reiseberichte, Büchervorstellungen, Architektur und mehr. Zusätzlich stellt Lilienthal regelmäßig Personen vor, die sich auf kultureller Ebene für iranisch-deutsche Beziehungen einsetzen. Politisches Tagesgeschehen thematisiert er indes nicht. Die Begründung ist für ihn ganz simpel: „Es ist nicht mein Ziel, die Leute zu beeinflussen und eine bestimmte Position zu vertreten.“ Außerdem könne er diesbezüglich nicht den Umfang an Informationen bieten, den die Presse liefert. Mit monatlich etwa 2 500 Besuchern der Seite, die das Brinkumer Büro h2l Kommunikation aufgebaut hat und betreut, ist der Reisebegeisterte sehr zufrieden.

Regelmäßig organisiert der Stuhrer Reisen und Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde in Stuhr. Die jüngste Tour führte beispielsweise für elf Tage an den persischen Golf. Die kommende Fahrt steht bereits am 6. Oktober an. Neun Interessierte aus Stuhr, Bremen und Verden begleiten ihn in den östlichen Teil des Landes, den er selbst noch nie gesehen hat. Ungewöhnlich für Lilienthal. „Ich kenne das Land wahrscheinlich besser als viele Iraner selbst.“ Alle Touren plant er gemeinsam mit einem iranischem Reiseveranstalter: „Ich überlege mir eine Route, und der Veranstalter hilft mir bei der Umsetzung.“

Für die Zukunft plant er weitere Reisen, und auch seinen Internetauftritt will er immer wieder durch neue Aktionen und Informationen ergänzen. „Sie ist wohl niemals fertig.“ Zwar werde er seine geschäftlichen Beziehungen irgendwann auslaufen lassen, aber seine Leidenschaft und Begeisterung für das Land werden immer bleiben.

www.iran-wissen.de

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