Theater-AG vom Haus am Wall feiert mit „Alice im Wunderland“ Premiere

Welt voller Absurditätenund verrückter Gestalten

Die Theater-AG vom Haus am Wall biegt auf die Zielgerade ein, am Sonnabend schlägt die Stunde der Wahrheit.
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Die Theater-AG vom Haus am Wall biegt auf die Zielgerade ein, am Sonnabend schlägt die Stunde der Wahrheit.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Nach dem Aus für die Musical-AG war die theatermusikalische Arbeit an der KGS Brinkum kurz ins Stocken geraten. In diese Lücke ist jetzt der Freizeitbereich des Hauses am Wall gestoßen. Zur Aufführung ihrer Produktion „Alice im Wunderland“ laden die Jugendlichen für Sonnabend und Sonntag, 20. und 21. Februar, in die KGS ein.

Seit über einem Jahr proben 16 Schülerinnen und Schüler der Klassen sieben bis zehn unter Leitung von Michaela Otterstedt und Kirsten Nietzold an dem Stück. Es ist die erste gemeinsame Produktion der beiden Sozialpädagoginnen. Nietzold hatte bereits vor Jahren mit Schülern gearbeitet, unter anderem 2010 für den „Rocky Horror Holiday“.

Laut Nietzold nehmen die Jugendlichen ihre Aufgabe sehr ernst. Neben den wöchentlichen Proben haben sie an einem Theaterworkshop teilgenommen und treffen sich seit Januar, auf der Zielgeraden, auch an den Wochenenden.

In der Geschichte von Lewis Carroll landet die Titelheldin – nachdem sie einem Kaninchen in dessen Bau gefolgt ist – in einem Wunderland voller Absurditäten und verrückter Gestalten. Dort trifft sie eine rauchende Raupe, freundet sich mit der Grinsekatze an und nimmt an der merkwürdigen Teegesellschaft des Märzhasen und des Hutmachers teil. Am Ende geht es vor dem Gericht der Herzkönigin sogar um ihr Leben.

„Alice ist alleine auf sich gestellt und behauptet sich in einer fremden Welt. Anfangs ist sie teilweise eingeschüchtert und hinterfragt sich selber, am Ende zeigt sie durch selbstbewusstes Auftreten Reife und Entschlossenheit“, nennt Nietzold den pädagogischen Aspekt des Stücks, das der Nachwuchs „basisdemokratisch“ ausgewählt habe. Andere Vorlagen seien den Schülern entweder unbekannt oder schwierig zu besetzen gewesen. Für „Krabat“ von Otfried Preußler etwa reichten die drei Jungen im Ensemble nicht aus.

Mit dem Bekanntheitsgrad der Erzählung seien allerdings die Ansprüche der Jugendlichen an deren Umsetzung gestiegen, etwa was das Bühnenbild angehe, berichtet Nietzold. „Oh Gott, warum haben wir uns bloß einen solchen Klassiker ausgesucht?“, habe sie sich zwischendurch gefragt. Zweifel, ob es etwas werden würde mit der Aufführung von „Alice im Wunderland“, beschlichen sie auch wegen mehrerer Ausfälle – sei es, dass ein Schüler keine Lust mehr hatte, krank wurde oder umzog. Letzteres ist gerade erst zwei Wochen her. „Es war teilweise dramatisch, aber wir haben immer wieder Ersatz gefunden“, sagt Nietzold.

Fachliche Unterstützung erhalten sie und Michaela Otterstedt von der Theaterpädagogin Jessica de Vries, die auch eine Jugendgruppe im „spiel.raum“-Theater Stuhr betreut – jene Spielstätte, wo die ehemalige Musical-AG der KGS untergekommen ist. Da schließt sich der Kreis.

• Die Vorstellungen beginnen jeweils um 17 Uhr auf der Bühne der KGS Brinkum. Karten gibt es an der Abendkasse oder im Haus am Wall. Für Erwachsene kosten sie fünf, für Jugendliche drei Euro.

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