Syrische Flüchtlinge zu Gast im Fahrenhorster Mehrgenerationenhaus

Beim Mittagessen um Vertrauen und Verständnis werben

Ute Jarzak, Ellen und Dierk Jobmann sowie Greta Klomburg (stehend von links) begrüßen beim Mittagessen im neuen Mehrgenerationenhaus nicht nur syrische Flüchtlinge, sondern auch alteingesessene Fahrenhorster.
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Ute Jarzak, Ellen und Dierk Jobmann sowie Greta Klomburg (stehend von links) begrüßen beim Mittagessen im neuen Mehrgenerationenhaus nicht nur syrische Flüchtlinge, sondern auch alteingesessene Fahrenhorster.

Fahrenhorst - Von Heiner Büntemeyer. Zu ihrem Geburtstag hatte Ellen Jobmann auf Geschenke verzichtet und die Gäste gebeten, für ein gemeinsames Essen mit syrischen Flüchtlingen im Fahrenhorster Mehrgenerationenhaus Geld zu spenden. Sie und Dierk verbanden damit ein persönliches Anliegen, denn 1999 hatten beide eine Reise nach Syrien unternommen, bei der sie die damals noch unversehrten Weltkulturerbestätten in Aleppo, Homs und Palmyra besichtigten.

Dieser persönliche Bezug zu der Heimat mehrerer jetzt in Stuhr lebender Flüchtlinge sollte helfen, miteinander in Kontakt zu kommen. Der Stuhrer Peter Röpe, Chef der Barrier DRK-Kreis-Küche, bereitete Entenkeulen und Rotkohl zu, wobei er Rezepte verwendete, nach denen er auch die Speisen für die in Twistringen untergebrachten Flüchtlinge kocht.

Unter der Begleitung von Hussein Moubarak, der schon längere Zeit in Stuhr lebt und für die Verwaltung als Kontaktperson für die neu eintreffenden Flüchtlinge arbeitet, beteiligten sich gestern Mittag acht Gäste aus Syrien an dem Essen.

Dierk Jobmann begrüßte die Anwesenden. Er betonte, dass es nicht nur um den Genuss der Speisen und Getränke gehe, sondern dass Treffen dazu beitragen solle, sich besser kennenzulernen. „Wir wollen um gegenseitiges Verständnis und Vertrauen werben“, lautete sein Wunsch, und er fügte hinzu, dass sich alle miteinander viel Mühe geben und guten Willens sein müssten. Sein besonderer Dank galt Helga und Hans Eisermann, die in Klosterseelte das kleine „Molli‘s Café“ betreiben. Sie unterstützten das Projekt finanziell durch Geld, das sie beim Verkauf selbst gemachter Marmeladen und Liköre eingenommen hatten.

Gemeinderaum

hergerichtet

Schon am Abend vorher hatten Ellen Jobmann, Linda Bagge und Ute Jarzak den Gemeinderaum in der Kapelle hergerichtet und die Tische dekoriert.

Auch die Heiligenroder Pastorin Tabea Rösler sowie die stellvertretenden Bürgermeisterinnen Doris Karin Hofmann (CDU) und Gudrun Klomburg (SPD) waren gekommen. Hofmann begrüßte die Gäste und bedankte sich bei den Organisatoren für die Idee.

Musikalisch begleitete Helga Rüthing das Essen indem sie Lieder zum Gitarrenspiel sang, die auf die Gäste großen Eindruck machten. Einer der Syrer fragte, ob sie ihm das Gitarre spielen beibringen könne. Außerdem versprachen sie, für ein nächstes Treffen auch eigene Lieder vorzubereiten. Es wird also weitere Zusammenkünfte geben. Allerdings möchte Hussein Moubarak dazu auch einige andere Flüchtlinge einladen, denn inzwischen leben seinen Angaben nach mehr als 300 von ihnen in Stuhr.

Bei Dierk Jobmann rannten die Teilnehmer mit dem Wunsch nach weiteren Treffen offene Türen ein, und die herzliche Verabschiedung zeigte, dass dieses Essens einen wichtigen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben geleistet hat.

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