Gruppe entwickelt neue Ideen

Supermarkt statt Busbahnhof

Die Grafik stellt die Planungsvariante 2 für den Brinkumer Ortskern dar, allerdings in abgeänderter Form mit einem Nahversorger auf dem Gelände des heutigen Bremer Tors (roter Kreis). - Grafik: Geyer; Repro: Bouillon

Brinkum - Von Sandra Bischoff. Um den Brinkumer Ortskern ist es ruhig geworden. Zumindest was die Planungen zur künftigen Entwicklung angeht. Seit der Bürgerinformation am 10. Mai im Rathaus sei das Thema kaum noch in der Öffentlichkeit behandelt worden, sagen die Mitglieder der Gruppe „Brinkum in Fahrt“. Deshalb haben einige von ihnen nun ihre eigenen Ideen zur Nutzung der Grundstücke formuliert.

„Vielleicht gelingt es uns, die Diskussion neu zu beleben“, hofft Rainer Mewe, der sich gemeinsam mit Heinz Kolata und Rudi Bouillon Gedanken gemacht hat, wie der Brinkumer Ortskern zukünftig aussehen könnte.

Als Grundlage nutzt der lose Zusammenschluss Brinkumer Bürger die Variante 2, die Dominik Geyer vom Stadt- und Regionalplanungsbüro Dr. Jansen auf der jüngsten Infoveranstaltung unter anderem vorgestellt hatte. „Wir haben uns einfach überlegt, wie man die von Herrn Geyer geplanten Gebäude am besten nutzen kann“, erklärt Mewe auf Anfrage. Eine eklatante Änderung weist die überarbeitete Grafik aber dennoch auf: Mewe und seine Mistreiter haben das Gelände des Hotels Bremer Tor mit aufgenommen. In den offiziellen Varianten zählt es nicht zum Ortskern.

Laut Mewe könnte das Areal zukünftig wie folgt aussehen: Auf dem heutigen Zob entsteht ein Marktplatz. Das dahinterliegende, von Geyer ins Spiel gebrachte neue Gebäude, beherbergt das Hotel. „Die Gäste dürfen sich aber vom Geschehen auf dem Marktplatz nicht gestört fühlen.“ Im Erdgeschoss können sich Restaurants mit Außengastronomie ansiedeln. Parkplätze entstehen hinter dem Hotel.

Auf dem ehemaligen Peters-Gelände nebenan sieht „Brinkum in Fahrt“ im Erdgeschoss ebenfalls Raum für Lokale. In den oberen Geschossen bietet sich Platz für Praxen, Büros, aber auch Wohnungen, wenn die Schlaf- und Wohnräume nach Süden ausgerichtet werden. Das Gleiche gilt für die Fläche auf der anderen Seite der Bremer Straße, wo früher unter anderem die Drogerie Walde ihren Standort hatte. Im Erdgeschoss sehen die Ideengeber Platz für Dienstleister wie etwa einen Friseur. Dahinter soll es Raum für Wohnungen geben.

Vor der ehemaligen Drogerie Walde sollen Bushaltestellen entstehen, ebenso auf der gegenüberliegenden Seite bei der Kreissparkasse. „Das ist das, was wir an Haltestellen brauchen“, sagt Mewe. Ein Busbahnhof sei nicht notwendig.

Nahversorger ins Zentrum holen

Auf dem heutigen Hotelgelände, das zusammen mit dem ehemaligen Café Zipf ein Areal von etwa 5 000 Quadratmetern umfasst, wünschen sich Mewe, Kolata und Bouillon einen Nahversorger. „Viele Handelsketten testen zurzeit die sogenannten City-Shops aus. Die umfassen meistens eine Verkaufsfläche von 800 bis 1 000 Quadratmeter.“ Es gebe dann noch genügend Raum für Parkplätze beziehungsweise ein Parkdeck und möglicherweise für ein kleines Mehrfamilienhaus im südlichen Teil.

„Uns ist es wichtig, Ideen in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Leute sollen sich einbringen und nicht einfach akzeptieren, was ihnen vorgesetzt wird, wie etwa ein Busbahnhof“, sagt Mewe. Er und seine Kollegen wollen das Plakat mit ihren Vorstellung nun in Brinkumer Geschäften aushängen und fordern die Bürger auf, ihre Ideen an „Brinkum in Fahrt“ zu schicken. Auf der Homepage der Gruppe sind die Planungen noch einmal ausführlich beschrieben. „Ein Traum wäre natürlich, dass ein potenzieller Investor den Entwurf sieht und sich meldet.“

www.brinkum-in-fahrt.de

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