Pastor: „voller Erfolg“

Stuhrer Kirchengemeinde feiert Sommerfest

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Während im Gemeindehaus Gäste Kuchen genießen, schauen Kinder und Jugendliche auf dem Freigelände lieber den vielen Kaninchen zu. Sie dürfen sie auch anfassen und streicheln. 

Stuhr - Was wäre ein Sommer, egal wie schlecht er sich präsentiert, ohne ein großes Gemeindefest der St.-Pankratius-Gemeinde in Alt-Stuhr. Den heißen Draht nach oben hatte Pastor Robert Vetter mit seinem Team bereits vor Tagen geschaltet und um gutes Wetter gebeten. Trotz einiger blitzender „Böllerschüsse“ in der Nacht blieb die Lage trocken und mehr als sommerlich warm für einen der letzten Augusttage.

Auftakt des fröhlichen Spektakels für kleine und große Gäste bildete der Openair-Gottesdienst im großen Garten des Gemeindezentrums. Pastor Vetter hatte sich dazu ein besonderes Thema seiner Predigt für die über 150 Anwesenden ausgesucht. Es ging um die Sicherheitsnadeln, die gleich an alle auf den bestens besetzten Bänken auf dem grünen Rasen verteilt wurden. Dieses kleine praktische Teil muss erst geöffnet werden, um dann ihre neue Aufgabe zu erfüllen. Neue Pfade zu gehen, loslassen zu können, sich als Mensch zu öffnen, waren die nachdenklichen Gedanken dahinter. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst vom Gospelchor der Stuhrer und Varreler Kirchengemeinden, die zusammen mit der Sonne am Himmel die richtige Stimmung verbreiteten.

Im Hintergrund hatten die fleißigen Helfer bereits den Grill angeworfen und die vielen Stationen für einen abwechslungsreichen Nachmittag warteten auf den Ansturm. Der sollte sich hinsichtlich der schwülen Wetterlage allerdings etwas in Grenzen halten. „Ich kann ja verstehen, wenn heute die Menschen lieber zum Wasser fahren“, freute sich Pastor Vetter dennoch über jeden Gast.

Während draußen der Deutsche Riese mit Zwergwidder und Farbenzwerg die niedlichen Nasen zur Kühlung bewegten und so gar keine Lust zum Hindernisparcours für Rassekaninchen zeigten, hieß es im Gemeindehaus dagegen immer öfter „aber bitte mit Sahne“. Der Landfrauenverein Stuhr-Stickgras hatte süße Köstlichkeiten gebacken und es dauerte mitunter etwas, bis die Gäste vorne in der langen Schlange ihre Wahl getroffen haben. Schön kühl war es im Gebäude, und das opulente Kuchenbüfett war wie stets ein Publikumsmagnet.

Anja Abel mit ihren Kolleginnen und Kollegen vom Delmenhorster Kaninchenzuchtverein „I2 Delmenhorst“ schielten auch schon Richtung süßer Versuchung, harrten aber aus, um mit jedem Interessierten über ihr Hobby zu sprechen. Gleich nebenan ging es Rolf Libertin vom Fischereiverein Bremen-Stuhr nicht anders. Sein uraltes Glücksrad drehte sich bei Joel. Die Fische auf den Bildern mussten erraten werden, was zwischen Aal, Zander, Forelle, Wels und Hecht für einen Zehnjährigen gar nicht so einfach war. Mit Wasserspielen wartete die Freiwillige Feuerwehr auf. Geowissen gab es von der Uni Bremen. Wie sich Astronauten beim Training fühlen, konnte Gäste bei Holger Nörnberg ausprobieren. Und wer Glück hatte, hielt ein Los für einen Rundflug über die Gemeinde in der Hand . „Drachenblut und Ipanema“ boten die jugendlichen Teamer der Kirchengemeinde als leckere alkoholfreie Cocktails an. 40 Körbe voller Literatur warteten bei den Bibliotheksfrauen Kirsten Höfener und Sabine Mühlnickel zu einem Spottpreis auf Abnehmer. Die Weisheit der Wüstenväter und eine sicherlich interessante Publikation zum Umgang über Frauen, fanden keine neuen Leser, aber Volkslieder und der Infos zum Herzinfarkt gingen für zwei Euro über den Ladentisch.

Sommerfest der evangelischen Kirchengemeinde

„Dass du mich liebst, das weiß ich“, stimmten die Blockener Blasmusikanten unter ihrem blauen Zeltdach an. Ihre zünftige Blasmusik durfte nicht fehlen. „Was wäre unser Sommerfest ohne die Blockener Blasmusikanten“, freute sich Gastgeber Robert Vetter über Stimmungsmusik für ein aus seiner Sicht „gelungenen Festes“. 

ak

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