Jubiläum bei Druckformen-Hersteller „Carl Ostermann und Erben“

Seit 125 Jahren im Geschäft

Die Geschäftsführer Andreas Segelken (l.) und Holger Ostermann (r.) haben den Ruheständler Heinrich Ostermann in ihre Mitte genommen. - Foto: Gallmeier

Moordeich - Von Katrin Köster. „Stuhr-Moordeich bei Bremen“ steht nach wie vor neben dem Unternehmensnamen, obwohl „Carl Ostermann Erben“ bereits 1998 ins Umland der Hansestadt abwanderte, und zwar nach Moordeich. Aus gutem Grund: „Hier konnten wir uns ausbreiten, den Platz konnte man uns in Bremen nicht bieten“, fasst Geschäftsführer Andreas Segelken die Vorzüge des Stammsitzes zusammen.

Insgesamt arbeiten in den Räumen mit der Adresse Stiller Weg 40 Beschäftigte. Am zweiten Standort in Stuttgart sind es weitere 20, unter der Leitung des zweiten Geschäftsführers Holger Ostermann. Sie produzieren Druckformen für den Etiketten- und Verpackungsdruck. „Wir bekommen die Entwürfe der Kreativen und erstellen daraus für den Kunden die Vorlage für dessen Etiketten“, erläutert Segelken. So findet man beispielsweise die Ostermann-Etiketten auf Produkten in zahlreichen Supermärkten sowie auf vielen Verpackungen für Medikamente, so der Geschäftsführer weiter.

Kunden im In- und Ausland

Segelkens Kunden halten dem Betrieb zum Teil bereits seit den 1970er-Jahren die Treue. In Deutschland arbeiten die Stuhrer vor allem für die Pharmaindustrie, andere Auftraggeber sitzen in den Niederlanden, in Skandinavien, Österreich und in der Schweiz.

Entstanden ist das Unternehmen, als der Bremer Stereotypeur Carl Ostermann Senior auf die Idee kam, Fertigmatrizen als Vorlage zum Drucken zu verwenden. Bis dahin war es üblich, Druckvorlagen am Arbeitsplatz anzufertigen – ein zeitaufwendiges Verfahren. 1891 setzte Ostermann seine Idee in die Tat um, gründete einen kleinen Betrieb und startete die Produktion.

„Mit schnell wachsendem Erfolg: Schon bald genossen Carl Ostermanns Matrizen über die Landesgrenzen hinaus einen hervorragenden Ruf“, so Segelken. Heute zähle der Betrieb zu den führenden Full-Service-Anbietern vor dem Druck. Die Mitarbeiter stellen Klischees, Sleeves und Siebe, hauptsächlich für den Flexo- und den Buchdruck her.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt wollen die Stuhrer für eine schnellere Kommunikation mit ihren Kunden nutzen: „Wir arbeiten derzeit an einem Web-Center“, sagt der Geschäftsführer. Bei der Abstimmung der Druckvorlagen verschicken die Techniker bislang große Datenmengen per E-Mail.

Mithilfe des digitalen Centers soll die Abstimmung wesentlich schneller möglich sein. „Dann bekommt der Kunde einen Link, unter dem er den Entwurf seiner Druckform vorab im Internet anschauen kann“, erklärt Segelken. Hat er Änderungswünsche oder andere Hinweise, könnten die Mitarbeiter rascher reagieren, fasst er die Vorzüge des Systems zusammen.

Doch zunächst einmal wolle man in der Moordeicher Zentrale das Jubiläum am Freitag, 2. September, feiern und sich auf diese Weise für die gute Zusammenarbeit mit Kunden und Beschäftigten bedanken, sagt Segelken.

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