Schüler der KGS Brinkum stellen ab heute Arbeiten aus drei Semestern aus

Künstler und Kuratoren

Auch Nele Hambsch-Müller und Carolin Fiege (r.) stellen im Rathaus aus.
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Auch Nele Hambsch-Müller und Carolin Fiege (r.) stellen im Rathaus aus.

Stuhr - Von Andreas Hapke. Im Obergeschoss des Rathauses ist es bunt. Dort haben Schüler der beiden Kunst-Leistungskurse der KGS Brinkum gestern rund 100 ihrer bislang erstellten Arbeiten an die Wände gehängt und im Raum platziert. Knapp vier Wochen läuft die Ausstellung, zu deren Vernissage die Schüler für heute, 18 Uhr, einladen.

„Siehts du es auch“ – so haben die Jugendlichen ihre Werkschau genannt. Aus gutem Grund, wie Schülerin Tabea Horstmann erklärt: „Die Ausstellung ist vielfältig. Jeder Betrachter kann selbst immer wieder etwas Neues in den Arbeiten finden.“ Als eine „Ehre“ empfindet es ihre Kollegin Gina Sabatini, dass sich die Leistungskurse im Rathaus präsentieren können. „Es sind nicht nur gemalte Werke, sondern auch Skulpturen“, fügt Matäusz Kurzyna hinzu. Insgesamt haben sich rund 40 angehende Abiturienten beteiligt, neben Matäusz aber nur ein weiterer Junge.

Die Arbeiten stammen aus den vergangenen drei Semestern der Leistungskurse. Sie decken die Themen „Plakatkunst“, „Licht und Atmosphäre“ und eben „Siehst du es auch?“ ab. „Die Schüler haben alles selbstständig erarbeitet“, sagt Kunstlehrer Hans Werner Bodensiek, zugleich Fachbereichsleiter musisch-kulturelle Bildung an der KGS Brinkum. Der Nachwuchs habe das Plakat und die Flyer zur Ausstellung entworfen, er entscheide auch über die Platzierung der Werke im Verwaltungsgebäude. Bodensiek spricht von einer „barocken Hängung, weil es so viele Bilder sind“. Die Schüler sollten ruhig einmal die Schwierigkeiten des Kuratierens erleben. „Das gehört dazu.“

Entstanden sind die Werke unter anderem bei Studienfahrten. Die einen hat es nach Venedig gezogen, andere nach Breslau oder Amsterdam. Doch auch in Bremen waren die kreativen Köpfe häufiger unterwegs, viele Stadtcollagen zeugen davon. Zudem sehen die Besucher Landschaftsmalerei und Tiermotive: Elefanten, die sich vor dem roten Abendhimmel abzeichnen, ein heulender Wolf, ein Waldweg und ein Boot auf einem Bach. In der „Plakatkunst“ haben die Schüler auch ihren Protest gegen den Ausfall von Klassenfahrten kundgetan. „Abschlussfahrten her“ heißt es auf einem Exemplar.

In wenigen Fällen haben die Jugendlichen die Entwicklung ihrer Arbeit skizziert. Laut Bodensiek fließt das sogar zu 50 Prozent in die Schulnote ein. Die Vorstudien seien manchmal interessanter als das Ergebnis selbst. „Doch es für alle Arbeiten zu zeigen, würde den Rahmen sprengen.“ Den Kunstlehrer würde es freuen, wenn die Kurse auch künftig Gelegenheit hätten, sich und ihr Schaffen im Rathaus zu präsentieren.

Zur aktuellen Ausstellungseröffnung spielt die überwiegend aus Schülern des siebten Jahrgangs bestehende Sekundarstufe-I-Combo. Die Kunstwerke sind bis zum 19. Februar zu sehen.

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