Spielraumtheater feiert mit Impro-Theaterstück Premiere

„Schnappschüsse“ in Seckenhausen

Hannes Haasch, Debbie Beringer, Stefan Gerding und Marc Lintzmeyer (v.l.) auf der Bühne des Spielraumtheaters. Im neuen Impro-Stück „Schnappschüsse“ erstellen sie noch schnell ein Selfie, bevor der Unterricht im Klassenzimmer beginnt. - Foto: Jysch

Seckenhausen - Von Rainer Jysch. „Es gibt eine ganz normale Handlung und einen ganz normalen Verlauf des Stücks. Neu ist, dass der Text in jeder Szene improvisiert wird“, erklärt Hannes Haasch vom Spielraumtheater in Seckenhausen. Er ist Projektleiter des Stücks „Schnappschüsse“, das am Donnerstag, 1. September, um 19 Uhr an der Hauptstraße 35 Premiere feiert.

Die Idee entstand bereits vor zwei Jahren als Gemeinschaftsproduktion von vier Schauspielern und ihrem Projektleiter. „Wir wollten ein eigenes Stück schreiben und hatten uns darauf geeinigt, das Thema episodenmäßig zu erzählen“, berichtet Schauspieler Stefan Gerding. „Jeder von uns hat als Autor eine Geschichte beigetragen, die in jeweils vier Szenen aufgebrochen und in keiner bestimmten Reihenfolge vorgestellt wird.“ Die daraus resultierenden 16 Episoden bilden somit das „Gerüst“ der Inszenierung.

Als Protagonisten stellen Lena (gespielt von Debbie Beringer), Arne (Stefan Gerding), Fabian (Marc Lintzmeyer) und Tina (Shaline Rassek) Alltagssituationen entlehnte Handlungen vor, die die Autoren so oder so ähnlich selbst erlebt oder beobachtet haben. „Die Schauspieler kennen den Start und das Ziel der Handlung, aber es ist ihnen selbst überlassen, wie sie die Szene textlich gestalten“, beschreibt Projektleiter Haasch die Vorgehensweise bei dieser Improvisation. Jeder der vier Darsteller mimt neben der Hauptrolle in seiner Geschichte noch zwei bis drei Neben-Charaktere in den Episoden der Kollegen.

Ein Klassenzimmer, der Frühstückstisch, ein Krankenhaus und eine Straßenbahn bilden die Orte der Handlungen. Eine Selbstmordgeschichte, ein Mutter-Tochter-Konflikt, Beziehungsprobleme und ein ernster Vater-Tochter-Dialog werden thematisiert. „Obwohl sich das alles dramatisch anhört, gibt es während der rund 75-minütigen Aufführung durchaus auch lustige, humorvolle Szenen und alle Handlungen gehen gut aus“, sagen die Theaterleute.

„Der rote Faden der Inszenierung ist die Straßenbahn,“ sagt Hannes Haasch. „Du sitzt in der Bahn, schaust in die Gesichter der Menschen, die du zum ersten Mal siehst und stellst dir vor, was sie wohl alles schon erlebt haben“, beschreibt er das Konzept. „Irgendwann blicken wir auf Erlebnisse zurück, die uns geprägt haben und bemerken, dass sie nichts anderes sind als Schnappschüsse aus unserem Leben.“

„Es gibt kein Textbuch, und wenn mein Partner auf der Bühne etwas ganz anderes macht, muss ich mitgehen“, sieht Debbie Beringer der Premiere etwas nervös entgegen. Für alle Darsteller sind das ganz neue Herausforderungen. „Schön ist, dass man das machen kann, was man gerade fühlt und denkt. Dadurch entstehen viele neue Situationen.“

„Szenisch arbeiten wir minimalistisch“, sagt Haasch. Soll heißen, dass sich die Requisiten auf wenige Einrichtungsgegenstände beschränken. „Es geht rein um das spielerische Geschehen auf der Bühne.“ Geräusche und Videoeinspielungen unterstützen den Handlungsfluss.

Neben der Premiere wird das Stück am 5. und 8. September jeweils um 19 Uhr im Spielraumtheater aufgeführt. Die Karten kosten an der Abendkasse sieben Euro. Eine Reservierung per E-Mail an info@spielraum-stuhr.net ist erforderlich.

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