Konzert des Capstan Shanty-Chors in maritimer Atmosphäre in der Gutsscheune

Sänger legen in Varrel an

Herbstkonzert des Capstan Shanty-Chors in der Gutsscheune in Varrel: Dirigentin Anna Koch heizt mit den kraftvollen Stimmen ihrer Crew dem zahlreichen Publikum mächtig ein. - Foto: Jysch

Varrel - Von Rainer Jysch. Zu seinem Herbstkonzert war der Capstan Shanty-Chor aus Huchting mit Dirigentin Anna Koch am Sonnabend in die fast voll besetzte Scheune auf Gut Varrel gekommen. „Traditionell findet das Konzert hier in der Gutsscheune statt“, wies Chormitglied und Moderator Dieter Ahrens auf den schönen Brauch hin, der Sänger und Musiker zu Beginn der dritten Jahreszeit in Gefilden der Gemeinde Stuhr segeln lässt.

Ebenso aufwändig wie liebevoll waren der große Saal und die Bühne dekoriert worden. Neben herbstlichen Blumenarrangements sorgten ein dicker Tampen und allerlei seemännische Gerätschaften für eine maritime Atmosphäre. Darunter befand sich auch ein Ankerspill, eine Vorrichtung zum Heben schwerer Lasten, dessen englische Bezeichnung „Capstan“ als Namensgeber für den 2002 gegründeten Chor dient. Über der Bühne und den Köpfen der Gäste schwebte eine Schar künstlicher Möwen. „Sie brauchen keine Angst zu haben. Die sind nicht gefüttert worden“, versicherte Dieter Ahrens, der mit kurzen Witzen und Erklärungen zu den Shanties humorvoll durch den Abend führte.

In bunter Folge präsentierte das Ensemble klassische Seemannslieder und Stücke, die mit ihrem regionalen Bezug und schwungvollen Melodien die Zuhörer begeisterten. „Hoch im Norden weht ein rauer Wind“ war eines dieser Lieder, die das textsichere Publikum gleich mitsang, schunkeln inklusive.

Mit viel Temperament hatte die musikalische Leiterin Anna Koch ihre reine Männer-Crew fest im Griff. Es gelang ihr aber auch immer wieder mühelos, das Publikum zum Mitklatschen und -singen zu animieren.

Viele Stücke wurden von bis zu vier Solisten vorgetragen, wie bei „I am sailing“, das Rolf Knust, Edmund Rehme, Wilfried Hinrichs und Michael Brandt mit ihren Solostimmen verfeinerten. Mächtig Spaß hatten die Zuhörer auch beim von „Herzensbrecher“ Wilfried Hinrichs präsentierten Lied „Oh, oh up she goes“. Gleiches galt für „Drei Strich nach Steuerbord“. Fernweh, das Leben an Bord, die Liebe zum Meer und die Sehnsucht nach den Daheimgebliebenen fehlten in den Textzeilen nicht. Zum Gelingen der Veranstaltung trugen außerdem drei Akkordeon-, ein Mundharmonikaspieler und zwei Gitarristen bei.

Vier CDs hat der Shanty-Chor bereits veröffentlicht, zuletzt unter dem Titel „Weiße Segel“. Die Truppe hat 56 feste Sänger und sieben Musiker. „Wir können stets neue Sänger gebrauchen“, warb Vereinsvorsitzender Gert Schwarz für Nachwuchs.

Spätestens am 21. Mai 2017 ist der Capstan Shanty-Chor wieder in Varrel zu hören, wie Gert Schwarz am Rande des Konzerts verriet. Dann feiert das Ensemble mit vier anderen Chören sein 15-jähriges Bestehen. Das ganztägige Sommerkonzert bestreiten neben dem Capstan Shanty-Chor der Norddeicher Shantychor, die Reriker Heulbojen von der Ostsee, der Shanty-Chor „Stella maris“ aus Kyritz an der Knatter und der Leeuwarder Shantykoor aus den Niederlanden.

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