Volle Kirche mit „Voice over Piano“

Ein Querschnitt aus bekannten Musicals

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Thomas Blaeschke am Piano, Sarah Dähn, Nadine Prieß und Alexander Hohler (v.l.) servieren in der Stuhrer Kirche Lieder bekannter Musical produktionen.

Stuhr - Von Uwe Goldschmidt. Musicals haben nichts an ihrer Attraktivität verloren. Davon haben sich die Besucher in der Stuhrer St. Pankratius Kirche am Freitagabend überzeugen können. Das Bremer Ensemble „Voice over Piano“ bot einen Querschnitt aus vielen bekannten Bühnenproduktionen auf hohem Niveau.

Im Jahr 2012 gründete Thomas Blaeschke, der zuvor bereits mit der „Bremer Musical Company“ bekannt geworden ist, mit der staatlich anerkannten Musicaldarstellerin Sarah Dähn das kleinere Showformat „Voice over Piano“. Mehr als 160 Auftritte absolvieren die beiden durchschnittlich pro Jahr. Beide haben ihre Wurzeln in Bremen, touren aber gemeinsam durch die ganze Welt.

Zu ihren Zuhörern zählten unter anderem die Bundeskanzlerin, Bundeswehrangehörige in Mali oder Afghanistan. Erfolgreich präsentierte sich Sara Dähn, die Künstlerin des Jahres 2014, auch bei den World Choir Games in Sotschi neben 12.000 Teilnehmern aus 76 Nationen mit „Voice over Piano“. 

Mit der Goldmedaille für Deutschland in der Kategorie Showensemble errang sie mit ihrem Partner die beste Platzierung. In Stuhr wurden sie verstärkt von Nadine Prieß (ebenfalls staatlich anerkannte Musicaldarstellerin) und Alexander Hohler, der seine Ausbildung zum Musicaldarsteller mit Abschluss bei der Stella Academy in Hamburg absolvierte.

Blaeschke übernahm als Pianist, Komponist und Moderator die Regie des Abends. Seine Moderation kam beim Publikum bestens an. Denn er überbrückte die Pausen zwischen den Songs nicht einfach, sondern leitete eloquent mit Anekdoten, humorvollen Rückblicken in seine Karriere und mit historischen Ausflügen in die Hintergründe der Musicals ein. Dabei scheute er auch nicht davor, sich selbst und seine Darsteller auf die Schippe zu nehmen.

Auf dem Programm standen neben Titeln aus Musicals wie „Sister Act“, „Cats“, „Jekyll and Hide“ oder „Evita“ auch Chansons und Schlager. Stimmlich und darstellerisch überzeugend sorgten die Sänger im Auditorium für Momente zum Träumen, Lachen und Sinnieren. Dabei bekam der alte Titel von Trude Herr „Ich will keine Schokolade“, lebhaft interpretiert von Sarah Dähn, in der ersten Programmhälfte den meisten Applaus.

Zu den Höhepunkten zählten zweifelsfrei auch die Titel aus dem Andrew Lloyd Webber Musical „Requiem“ und „Wein nicht um mich Argentinien“, die wie alle Songs des Abends auf Deutsch gesungen wurden. Begeisterten Beifall erntete das Chanson „Ein Neandertaler“ des Berliner Kabarettisten Günther Neuman (1913-1972), welches die vermeintlichen Vorzüge des Neandertalers gegenüber des heute leider verweichlichten Mannes aufzeigt. 

Die Kombination aus witzigem Text und der perfekt singenden und darstellenden Sara Dähn sorgten für herzhafte Lacher. Ebenso lieferten Nadine Prieß mit dem mit in „Berliner Schnauze“ gesungenen Titel „Du bist schön, auch wenn Du weinst“ aus dem Musical „Linie 1“ aus dem Jahr 1986 und Alexander Hohler mit der „Konfrontation“ aus „Jekyll and Hide“ für solistische Höhepunkte“.

Zum Repertoire gehörten auch Songs aus Blaeschkes neuem Musical „Anastasia – die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter“, das vom 6. bis 12. Februar im Musical Theater Bremen aufgeführt wird. Auch dort wird Sarah Dähn in der Hauptrolle zu erleben sein.

Nach dem Konzert standen die Künstler noch für Gespräche zur Verfügung und freuten sich über Spenden für die nächsten Teilnahmen an musikalischen Wettkämpfen.

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