Einrichtung erhält auch in den kommenden vier Jahren jeweils 40 000 Euro

Planungssicherheit für das Mehrgenerationenhaus

Daniela Gräf und Thomas Schaumlöffel vor dem „Stammbaum“ mit den ehrenamtlichen MGH-Mitarbeitern und der Einrichtung im Kleinformat. - Foto: Ehlers

BRINKUM - Von Andreas Hapke. Aufatmen bei den Verantwortlichen des Brinkumer Mehrgenerationenhauses (MGH): Die Einrichtung kann auch für den Zeitraum 2017 bis 2020 mit einer Förderung von jährlich 40 000 Euro planen. Dies verkündeten gestern MGH-Leiterin Daniela Gräf und Thomas Schaumlöffel, Vorstand der Bürgerstiftung, die Trägerin des Hauses ist. „Das macht die Arbeit leichter. Schließlich wollen wir unsere Aktivitäten nicht einschränken“, sagt Schaumlöffel.

Vorausgegangen war die „Bewilligung des vorzeitigen Maßnahmenbeginns“ durch das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Der Bund zahlt mit 30 000 Euro den Löwenanteil, den Rest teilen sich Land und Kommune.

Hinter Gräf und Schaumlöffel liegt ein neues, kompliziertes Bewerbungsverfahren: von der Abgabe der Interessenbekundung mit Konzeptbeschreibung im Mai über die Zusagen von Land und Kommune über deren jeweilige Förderung von 5 000 Euro bis hin zur Genehmigung durch den Bund, überhaupt den Antrag auf Bezuschussung stellen zu dürfen, so geschehen im September. Doch danach ließ das Okay aus Berlin nicht mehr lange auf sich warten.

„Als den MGH-Leitungen im April das neue Auswahlverfahren mit den Voraussetzungen in Berlin vorgestellt wurde, sind anschließend alle mit weichen Knien ‘rausgegangen“, sagt Gräf. „Aber wir haben es geschafft.“

Zusammenarbeit mit der Gemeinde gefordert

Das hängt auch damit zusammen, dass das MGH die beiden ab 2017 geltenden Schwerpunkte längst bedient. Sowohl der demografische Wandel als auch die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte spielen eine große Rolle in den Angeboten der Einrichtung.

Wichtig dabei, so sieht es der Bund als Geldgeber, ist die Zusammenarbeit mit der Gemeinde sowie mit anderen Institutionen, Behörden und der Wirtschaft. Auch in dieser Hinsicht hat sich das MGH nichts vorzuwerfen. Jüngstes Beispiel für die Kooperation mit Behörden ist die Ansiedlung des vom Landkreis initiierten „Café Kinderwagen“ in der Begegnungsstätte (wir berichteten).

Den Seniorenmittagstisch hat das MGH ebenso in Abstimmung mit der Gemeinde ins Leben gerufen wie die Hausaufgabenbetreuung in der Brinkumer Grundschule und Veranstaltungen mit Flüchtlingen. Jahresgespräche zwischen Rathaus und Einrichtung sollen zusätzlich die kommunale Verankerung des MGH stärken. Dass Stuhr voll und ganz hinter dem Haus steht, zeigt ein Ratsbeschluss vom August dieses Jahres: Die Kommune hätte auch 10 000 Euro gegeben, wäre das Land als Cofinanzierer ausgestiegen (wir berichteten).

Im kommenden Jahr möchte das MGH auch seine bisherigen Schwerpunkte Integration und Bildung, Alter und Pflege, ehrenamtliches Engagement sowie haushaltsnahe Dienstleistungen weiter verfolgen. Gräf kündigt eine Vertiefung der Zusammenarbeit mit Pro Dem an, mehr Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche sowie eine Verbesserung der W-Lan-Infrastruktur. Ein freier Internetzugang für alle war laut Leiterin auch eine Forderung des Bunds. Konkret möchten die Verantwortlichen wieder einen Single-Treff ins Leben rufen. „Dafür suchen wir noch den Obersingle“, sagt Schaumlöffel. Soll heißen: jemanden, der als Ansprechpartner für die Gruppe dient und deren Aktivitäten organisiert.

Die 40 000 Euro sind ausschließlich für Veranstaltungen und Angebote des Brinkumer Mehrgenerationenhauses gedacht. „Also für alles, was sich im Erdgeschoss abspielt“, betont Schaumlöffel. Die Kindertagesstätte im Obergeschoss, der Computertreff in Varrel, die Freiwilligenagentur oder das Fahrenhorster MGH profitieren davon nicht.

Am Ende eines jeden Jahres muss die Begegnungsstätte nachweisen, wofür sie das Geld ausgegeben hat. Wenn nicht, ist der Anspruch auf die Zuschüsse verwirkt. Insgesamt deckt die Förderung knapp 50 Prozent der Ausgaben für das MGH, den Rest finanziert die Einrichtung durch Spenden und den Verkauf von Kaffee, Kuchen und Speisen bei Veranstaltungen.

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