Die Heimatbühne Stuhr probt für „In Hamborg op St. Pauli“

Noch vier Wochen bis zur Premiere

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Turbulent geht es bei der neuen Komödie der Heimatbühne zu, aber die Zuschauer können sich auch auf ein Happy End freuen, versprechen die Schauspieler. 

Blocken - Von Heiner Büntemeyer. Ob das gut gehen kann? Pauline Pröschmeyer hat ihrem geschiedenen Mann den Tod des gemeinsamen Sohnes verheimlicht, um weiterhin die Unterhaltszahlungen einzustreichen. Sie hat sogar den Sohn der Nachbarsfamilie Dührkopp fotografiert, um dem Geschiedenen zu zeigen, wie prächtig sich der Spross entwickelt. Doch jetzt will der Vater endlich mal wieder sein Kind besuchen. Das bringt allerlei Probleme mit sich, zumal Dührkopps natürlich nicht wissen, dass ihr Willi bisher als Double benutzt wurde. „In Hamborg op St. Pauli“ heißt der plattdeutsche Dreiakter von Wilfried Wroost, den die Heimatbühne Stuhr gegenwärtig probt.

Bis zur Premiere am Sonntag, 4. September, bleiben den Akteuren noch knapp vier Wochen. „Dat schafft wi“. Horst True ist sich da ganz sicher, denn bisher hätte das noch in jedem Jahr geklappt. Also geht das Ensemble ganz locker in die Proben, bei denen Margrit Unger nicht nur Regie führt, sondern auch mitspielt. Immer wieder schiebt sie Korrekturen in die Dialoge, manchmal muss sie auch die Aussprache berichtigen, denn nicht alle Mitspieler sind „Plattdeutsche“ und müssen die richtige Aussprache üben. Das sorgt für manchen Lacher, wenn „Mia“ beispielsweise behauptet, der Zahnarzt habe ihrem Mann einen „Tähn“ gezogen. Das kann Horst True so nicht gelten lassen: „Dat heet Tahn“, erklärt er und fügt hinzu, dass ein „Tähn“ auf Hochdeutsch ein Zeh ist.

Aber vieles stimmt auch schon, und daher ist der Optimismus berechtigt. Die Zuschauer werden sicher ihr Vergnügen daran finden, wie Pauline Pröschmeyer alias Stephanie Mittelstädt von den Dührkopps (Margrit Unger und Peter Röpe) ausgenommen wird, bevor diese einwilligen und ihren Sohn für drei Tage „Ewald Pröschmeyer“ spielen lassen. Sie verstehen Johannes Pröschmeyer (Dennis True), der nicht genau weiß, ob er sich Sorgen machen muss, weil seine Pauline so in der Klemme steckt, oder ob er sie einfach mit ihren Problemen zappeln lassen sollte.

Sie werden schmunzeln, wenn Pauline ihr Vergehen beichtet und barmt, sie habe ihrem Geschiedenen noch nichts von dem Tode des gemeinsamen Kindes schreiben können, „weil mine Tranen blots Placken op dat Papier maakt hebbt“.

Aber es wäre keine Komödie, wenn es nicht am Ende ein Happy End gäbe. Dafür sorgen ein alter Fischkutter und natürlich die ganz große Liebe, an der Miriam Göde, Martin Rusch, Björn True und Christian Röpe nicht ganz unbeteiligt sind.

Premiere ist am Sonntag, 4. September, um 16 Uhr im Rathaus Stuhr. Anschließend geht die Bühne auf Tournee. Bisher sind neun weitere Aufführungen geplant, eventuell ist noch eine zehnte Vorstellung in Grolland möglich. Karten gibt es im Vorverkauf bei Horst True unter der Telefonnummer 0421/89 41 27 und bei Margrit Unger unter 04221/302 68.

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