Doppelkonzert im Rathaus Stuhr

Lettische Lieder treffen auf Sambarhythmen

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Der Frauenchor Teiksma hat sowohl geistliche Stücke als auch zeitgenössische Musik und Volkslieder in seinem Repertoire.

Stuhr - Auf ein Musikerlebnis der besonderen weil seltenen Art macht der ehemalige Kulturbeauftragte Edgar Wöltje in seiner Funktion als Mitglied des Förderkreises Stuhr-Sigulda aufmerksam: Beim gemeinsamen Auftritt des Frauenchors Teiksma und der Stuhrer Gruppe Sambrassa treffen lettische Lieder auf Sambarhythmen. Das Konzert geht am Freitag, 12. August, um 20 Uhr im Rathaus über die Bühne.

Der Eintritt ist frei. Wer etwas spenden möchte, kann dies gerne tun.

Drei Stunden zuvor ist noch eine Probe angesetzt, denn neben ihren Einzelauftritten wollen die Frauen ihrem Publikum auch gemeinsame Stücke präsentieren. Eigens dafür haben die Chöre laut Wöltje im Vorfeld Noten ausgetauscht.

Laut Mitteilung pflegen die rund 30 Sängerinnen von Teiksma die lettischen Traditionen. Sie treten in Volkstracht auf und leisten häufig kulturelle Beiträge zu Gottesdiensten in vielen Orten Lettlands. Ihr Repertoire beinhaltet aber nicht nur geistliche Stücke, sondern auch zeitgenössische Musik und Volkslieder. Teiksma gibt es bereits seit 38 Jahren. Der Chor hat bereits an vielen Festivals und Wettbewerben teilgenommen – unter anderem in Tschechien, Deutschland, Ungarn, Norwegen, Polen, Estland und Litauen – und bei diesen Gelegenheiten den einen oder anderen Preis erhalten.

Sambrassa ist vor rund zwei Jahrzehnten aus einem Trommelworkshop hervorgegangen und mittlerweile fester Bestandteil des Bremer Karnevalsumzugs. Über die Combo berichtet Wöltje, dass ihre Mitglieder „nicht nur trommeln, sondern auch zart singen können“. Konzerte mit anderen Gruppen sind den Frauen ebenso wenig fremd, wie der Auftritt mit dem Frauenchor „Vocolores“ Anfang März zeigte.

Die Vorstellung am 12. August ist eingebettet in einen sechstägigen Besuch der Lettinnen in Bremen und Stuhr. Nach der Ankunft am Mittwoch und dem Donnerstag „zur freien Verfügung“ empfängt Bürgermeister Niels Thomsen die Gäste aus der Partnerstadt am Freitagmittag. Es folgt ein gemeinsames Mittagessen und eine Rundfahrt durch die Gemeinde. Bevor es am Montag zurück in die Heimat geht, besuchen die Frauen am Sonntag noch das Museumsdorf in Cloppenburg und den Abschiedsabend auf Gut Varrel.

„Wir versuchen immer, den Austausch zwischen den Gemeinden zu erweitern, doch das ist nicht ganz einfach“, sagt Wöltje. Eine Busreise etwa würde 26 Stunden dauern. Wie gut, das Ryan Air (noch) die Strecke zwischen Bremen und Riga fliegt. Das sei wesentlich schneller.

ah

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