Durchschnittlich 127 Besucher zu 76 Veranstaltungen 

Kultur deckt ganze Breite ab

Die Gruppe „Twelfth Day“ beim „Irish Spring“-Festival im vergangenen Jahr: Von den kulturellen Veranstaltungen der Gemeinde war es die mit den meisten Besuchern. - Archivbild: Schebesta

Stuhr - Von Andreas Hapke. Das kulturelle Angebot ist in Stuhr eine verlässliche Größe. Zu den 76 von der Gemeinde auf die Beine gestellten Veranstaltungen im Rathaus, in der Varreler Gutsscheune und in der Künstlerstätte Heiligenrode kamen im vergangenen Jahr durchschnittlich 127 Besucher. Die Zahlen unterscheiden sich damit nur unwesentlich von denen im Vorjahr, als im Schnitt 125 Gäste 77 Veranstaltungen besucht hatten. Dies geht aus der Statistik hervor, die Rathausmitarbeiterin Frauke Wulf jetzt vorgelegt hat.

Spitzenreiter in der Gunst des Publikums war das „Irish Spring – Fesival of Irish Folk Music“ mit 472 Besuchern, gefolgt von dem großen Konzert der Kreismusikschule mit 450 sowie „Oper & Operette auf dem Lande“ mit 447 Gästen. Das mit Abstand publikumswirksamste Event, das Sommerfestival, zog 1499 Besucher. Mit der Auflösung des Vereins „A Heart for Stuhr“ ist die Veranstaltung eingestellt. Die Gemeinde saß als Kooperationspartner mit im Boot.

Zum letzten Mal ging 2015 auch „Oper & Operette auf dem Lande“ über die Bühne. Alternativ hatte die Kulturabteilung für dieses Jahr „Mucical Starlights – Ein Streifzug durch die Welt der Musicals“ von der European Musical Academie ins Programm genommen – und damit einen Volltreffer erzielt. Die Varreler Gutsscheune meldete „ausverkauft“.

Ausreißer nach unter waren unter anderem das Klavierkonzert von Jean-Paul Gasparian (37 Gäste) und das Kabarett „Der kleine Maschmeier“ (47). Am wenigsten Besucher kamen zu „Viaggio – folklore imaginaire“ (14). Dieses Risiko wird die Gemeinde auch künftig bewusst eingehen. „Wir probieren immer wieder mal etwas Neues aus. Und es ist politisch so gewollt, dass wir die ganze Breite der Kultur abdecken“, sagt Wulf. Mit dem Besetzen von Nischen hat Stuhr auch schon oft genug richtig gelegen, dafür stehen das Jazzfest (208 Gäste) und die Akkordeonale (268). „Das sind inzwischen renommierte Veranstaltungen, auch wenn nicht die Massen kommen“, sagt Wulf.

Darüber hinaus hat sich die Gemeinde die Zusammenarbeit mit regionalen Kulturtreibenden auf ihre Fahnen geschrieben, was mit Auftritten der Kreismusikschule, der Musikschule Con Anima, der Heimatbühne Stuhr und der Nachwuchsband Lenna zum Ausdruck kommt. In diesem Jahr erobert noch das Seckenhauser Spielraumtheater die Rathausbühne.

Zuweilen übertrumpft ein Lokalmatador auch einen renommierten Autor – wie Juraj Sivulka, der mit 210 Zuhörern bei seiner Erich-Kästner- Lesung mehr Gäste in den Ratssaal lockte als Klaus-Peter Wolf, der dort vor 195 Besuchern seinen Roman „Ostfriesenwut“ vorstellte.

Schon jetzt haben Wulf & Co. den Kalender für 2018 im Blick, da die Daten für Festivals wie das Bluegrass Jamboree lange im Voraus feststehen. Was aber nicht heißt, dass die Termine für das kommende Jahr bereits vergeben sind. „Wir halten uns immer Tage frei, um spontan auf Anfragen von Künstlern reagieren zu können.“

Fest steht aber, dass Dauerbrenner wie das Neujahrskonzert der Klassischen Philharmonie Nordwest, das „Große Chinesische Neujahrskonzert“ und die Niedersächsischen Musiktage wieder den Rahmen bilden. Und dass es sich wieder zwischen 70 und 80 Veranstaltungen einpendeln wird: „Wir hatten auch mal 100 Veranstaltungen, aber das bringt nix“, sagt Wulf. „Man darf sich nicht selbst Konkurrenz machen.“

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