Japanischer Raum aus riesigen Bildern

Stipendiatin der Malerei Anna Bart verabschiedet sich mit Ausstellung in der Künstlerstätte Heiligenrode

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In den lichtdurchfluteten Räumen der Künstlerstätte Heiligenrode kommt die Transparenz der Raumarbeiten der Stipendiatin Anna Bart besonders zur Geltung. 

Heiligenrode - Von Tabea Richter. Große Bilder aus Ölfarbe von verschiedenen Alltagsgegenständen schmücken die hellen Räume in der Künstlerstätte. Die Stipendiatin Anna Bart präsentiert am Sonnabend, 10. September, ab 15 Uhr zum ersten Mal ihre in Heiligenrode entstandenen Kunstwerke unter dem Titel „Wald vor lauter Bäumen“.

„Der Name der Ausstellung erinnert an die ländliche Umgebung, verrät aber noch nicht, was die Besucher erwartet“, sagt Bart. Der Titel beziehe sich nicht direkt auf ihre Arbeit, sondern eher auf ihre Malweise, erklärt sie. „Man sieht viel, aber was man sieht ist hauptsächlich Malerei, man erkennt nicht unbedingt sofort etwas“, verrät die 28-jährige Künstlerin aus Russland, die nach ihrem Studium in Bremen und anschließendem Meisterschülerabschluss im November 2015 nach Heiligenrode kam. Ihre Werke sind laut Bart in drei verschiedenen Arbeitsweisen entstanden. Dazu gehören auch die Raumarbeiten, die sie seit 2013 anfertigt. 

In einem Zimmer der Künstlerstätte befinden sich neun bodentiefe Bilder, die sie mit Ölfarbe auf halbtransparentes Architekturpapier gebracht hat. Die Werke der Ausstellung mit dem Namen „Satakehaus“ zeigen verschiedene Objekte eines einzelnen japanischen Raums. Die Bezeichnung komme von der Person, der das Haus gehörte, erklärt die Künstlerin. Die Idee zu ihrer neuesten Arbeit hatte sie während eines Reisestipendiums in Japan im Jahr 2013. Sie besuchte dort verschiedene Orte und Freunde, die sie aus ihrem Studium kennt, erzählt Bart. Der Wechsel von Raum zu Raum sowie die sogenannten Fusumatüren, japanischen Schiebetüren mit historischen Bildern, inspirierten sie zu einer neuen Art der Malerei.

Nebenan präsentiert die Stipendiatin Kunstwerke, die auf andere Art und Weise entstanden sind. Dazu zählen ein großes Wandbild und mehrere „kleine, kontextlose Bilder aus dem Alltag“, so Bart.

Die zehn Monate in der Künstlerstätte beschreibt die Malerin als „sehr produktiv“. „Ich hatte eine gute Zeit in Heiligenrode und bin sehr dankbar dafür.“ Jetzt freue sie sich aber wieder auf Bremen. Sie möchte nach der Ausstellung in das Künstlerhaus am Deich ziehen und dort als freie Künstlerin arbeiten. Die Ausstellung ist bis zum 3. Oktober in der Künstlerstätte zu sehen.

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