Interkultureller Chor probt im Gemeindehaus

Musik als Brücke der Verständigung

Menschen aus Syrien, Somalie, Russland, Eritrea und Stuhr singen gemeinsam im Brinkumer Gemeindehaus deutsche Lieder.
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Menschen aus Syrien, Somalie, Russland, Eritrea und Stuhr singen gemeinsam im Brinkumer Gemeindehaus deutsche Lieder.

Brinkum - Von Angelika Kratz. „Wenn es mit der Sprache nicht klappt, dann hilft die Musik“, lautet das Motto auch im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Brinkum. Am Mittwochabend öffnete sich die Tür zur Freude von Fathma Atenhahn, der neuen interkulturellen Koordinatorin der Gemeinde Stuhr, zum vierten Mal für Gäste aus unterschiedlichen Herkunftsländern, um den interkulturellen Tag der Begegnung vorzubereiten.

Eine erste gemeinsame Probe hatten zuvor bereits der Bremer Trompeter Thomas Gerlach und Karoline Thys, Organistin der Brinkumer Kirchengemeinde, am frühen Abend bestanden. Thomas Gerlach probt im Gemeindehaus und hörte dort vor einigen Wochen den neuen interkulturellen Chor mit seinen Mitgliedern aus Somalia, Syrien, Eritrea, Russland und Sibirien. „Es ergab sich einfach“, beschreibt Gerlach die spontane Zusammenarbeit mit der Organistin und den Plan, am interkulturellen Tag der Begegnung gemeinsam als Duo mit Trompete und Klavier aufzutreten.

Bevor Organisatorin Atenhahn hoffentlich vielen Menschen aus den unterschiedlichsten Winkeln der Welt am Sonnabend, 27. Februar, in der Mensa der KGS Brinkum von 13 bis 18 Uhr begrüßen kann, wartet noch viel Arbeit auf sie und die Ehrenamtlichen.

So hat zum Beispiel eine somalische Gruppe am Mittwochabend im Gemeindehaus ihre ganz persönliche und durchaus politisch motivierte Stellwand bestückt. Die Teilnehmer schnitten die Landkarte ihres Heimatlandes aus und versahen sie mit persönlichen Kommentaren.

Nebenan sang indes der Chor unter Leitung von Bettina Schmidt und Britta Eidens fröhlich Begrüßungslieder in unterschiedlichen Sprachen. Spontan hatte sich ein kleiner somalischer Chor mit der eigenen Nationalhymne zusammengestellt, und er hielt viel Applaus. Tee und Kekse standen für die Atempause nach einem „Start with a warm up“, einer kurzen Lockerung der Schulterpartie und einem herzlichen „Welcome in our cirle“ bereit. Jeden dritten Mittwoch im Monat treffen sich die Sängerinnen und Sänger um 19.30 Uhr an der Kirchstraße.

Hausherr Pastor Detlef Korsen war mit vielen Brinkumern dabei. „Den ‚Bruder Jakob‘ gibt es in vielen Sprachen, obwohl es auf Arabisch ziemlich schwierig wird“, bemerkten die beiden Leiterinnen. Der Chor singt vor allem traditionelle deutsche Lieder. „Leider können wir ohne weitere Unterstützung von der Gemeinde nicht mehr leisten“, bedauerten die beiden ehrenamtlichen Chorleiterinnen, dass sie nur einmal im Monat die Möglichkeit eines gemeinsamen Singens anbieten können.

Als Messe mit vielen Angeboten und Einblicken in die kulturelle Vielfalt ist der interkulturelle Tag der Begegnung gedacht. Viele Überraschungen soll es im kulinarischen und musikalischen Bereich geben, Flüchtlingspaten stellen sich vor und das Duo Thomas Gerlach und Karoline Thys tritt auf.

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