Cord Bockhop referiert bei der Isu

Landrat: „Die Gesundheitsversorgung im Auge behalten“

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Aufmerksam verfolgen die Isu-Mitglieder, aber auch Bürgermeister Niels Thomsen und Wirtschaftsförderer Lothar Wimmelmeier die Ausführungen des Landrats.

Stuhr - Zwar lautete das Thema von Landrat Cord Bockhop am Montagabend „Landkreis Diepholz – heute und in Zukunft“, doch weil er auf Einladung der Interessengemeinschaft Stuhrer Unternehmen (Isu) im Restaurant Nobel zu Gast war, legte er den Fokus in seinem Vortrag verstärkt auf Stuhr.

Der Christdemokrat appellierte an das Gemeinschaftsgefühl und die Bereitschaft zu Kompromissen. Zu häufig werde versucht, Einzelinteressen durchzusetzen und damit riskiere man Konfrontationen.

Der Verkehr war ein zentrales Thema des Vortrags, denn durch Stuhr rollt belastend viel davon. Lastwagen seien unerlässlich, die Anbindung nach Bremen verbesserungswürdig, in das Projekt „B 6 neu“ müsse „Druck hinein, denn am Flughafen spielt die Musik“, führte er aus. Aber dafür sei auch die Hilfe der Landesregierung erforderlich.

Obgleich es in Stuhr einen Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), also Busverbindungen und Sammeltaxen gibt, besitze rein statistisch jeder Einwohner ein Kraftfahrzeug. Daher sei eine Straßenbahn für die Gemeinde sehr wichtig. Allerdings weniger vor dem Hintergrund, den Straßenverkehr nach Bremen zu entlasten als vielmehr eine Querverbindung zwischen Stuhr und Weyhe zu schaffen.

Die Jahre des großen Wachstums beider Gemeinden seien vorbei, behauptete der Landrat. Aber die beiden Kommunen würden in Zukunft enger zusammenwachsen, ohne jedoch zu fusionieren. Diese „Ost-West-Achse“ könne beispielsweise zu einer engeren Zusammenarbeit unter den vier Kooperatien Gesamtschulen führen. So könnten die Schüler etwa Sprachangebote besser nutzen. Auch die medizinische Betreuung und der Rettungsdienst würden davon profitieren. Entlang der Schiene werde sich auch eine andere Entwicklung zeigen, vermutet Bockhop.

Diesen Ausführungen widersprach Monika Kannowski, Vorsitzende des Vereins „Aktiv“, der sich gegen die Straßenbahn ausspricht. Sie forderte vielmehr den Einsatz von mehr Bussen, mit denen der gleiche Effekt bei geringerem finanziellen Aufwand erreicht würde.

Bockhop ging auch auf die sogenannte Hilfsfrist des Rettungsdienstes ein. Die Sanitäter sollten maximal 15 Minuten benötigen, um zum Patienten zu kommen. In Stuhr werde dieses Ziel zu 95 Prozent erreicht, so der Landrat. Die Anzahl der Fälle, in denen der Rettungsdienst angefordert wird, weise einen jährlichen Zuwachs von 20 Prozent auf. Weitere Sanitäter würden benötigt, und weitere Rettungswachen müssten gebaut werden. „Wir müssen die Gesundheitsversorgung im Auge behalten“, forderte Bockhop. Das Krankenhaus Bassum müsse verstärkt einbezogen werden. Er könne sich eine Kooperation mit Bremen vorstellen was eine Geburtsklinik angehe.

Die Anzahl der Flüchtlinge, die im Landkreis und in Stuhr aufgenommen werden, sinke, es würden allerdings nicht weniger Menschen sein. Sie veränderten lediglich ihren Status zu Hartz-IV-Empfängern. Die erfolgverprechendste Aufgabe für eine Integration sei für diese Menschen das Erlernen der deutschen Sprache, weil sie dann einen Arbeitsplatz ausfüllen können.

bt

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