Fans können Micha Wagner ins Halbfinale des Deutschmusik Song Contests voten / Eröffnung einer Eventkneipe geplant

Brinkumer Barde bald ein singender Wirt?

„Wie ein Feuerwerk“: Für Micha Wagner soll es in diesem Jahr hoch hinaus gehen.
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„Wie ein Feuerwerk“: Für Micha Wagner soll es in diesem Jahr hoch hinaus gehen.

Brinkum - Von Andreas Hapke. Was haben die Lieder „Schwirr ab“ von Sabine Schiller und „Küss mich endlos“ von Sarah Carina, was Micha Wagners „Wie ein Feuerwerk“ nicht hat? Die Antwort: So viele Stimmen, dass sie beim Fan-Voting des Deutschmusik Song Contests 2016 zurzeit zu den fünf bestplatzierten Stücken zählen. Das würde für den Einzug ins Halbfinale reichen.

Seit dem Jahr 2009, als der Brinkumer Schlagerbarde mit dem „Feuerwehr-Song“ sein erstes Lied geschrieben hat, geht seine Karriere nach eigener Auskunft stetig aufwärts. „Zuletzt aber nur in kleinen Schritten“, wie der 49-Jährige bekennt. Das soll sich ändern, vielleicht schon mit einem Erfolg beim Song Contest.

Zum dritten Mal nimmt Wagner daran teil, im zweiten Anlauf hatte er es im vergangenen Jahr mit „Geile Zeit“ sogar ins Halbfinale geschafft. Noch bis zum 31. Januar können die Fans für einen der insgesamt 60 Bewerber auf www.deutschmusik-songcontest.de stimmen.

„Das Schlagergeschäft ist ein böses Geschäft“, stellt Wagner fest. „One-Hit-Wonder gibt es zwar immer wieder, aber deutschlandweite Popularität geht nur über Kontinuität und Qualität; über gute Songs, die immer wieder gehört werden. Niemand wartet auf Micha Wagner“, sagt der Sänger im Nebenerwerb. Hauptberuflich betreibt er eine Versicherungsagentur in Brinkum.

Zur Steigerung des Bekanntheitsgrades stünde ihm ein Contest-Erfolg gut zu Gesicht. Doch das vorläufige Ergebnis vom 10. Januar mit 77 Stimmen und damit Platz 16 sieht eher mau aus. Bis zum fünften Rang, den zu diesem Zeitpunkt Out Of Sphere mit „Genauso wie Du“ (183 Stimmen) belegte, fehlt noch etwas.

Die Mehrzahl seiner durchschnittlich 20 Auftritte pro Jahr fallen in die zweite Jahreshälfte, besonders in die Zeit der Oktoberfeste. Momentan hat Wagner also Muße, selbst Musik aufzulegen. „Ich mag alle Sachen, von Techno über Rock bis hin zum Rap“, sagt er. Doch was das Singen angeht, sei er kein Typ für diese Richtungen. „Ich möchte über schöne Dinge singen. Liebe, Freude und Glück.“ Das gehe mit Schlagern besser als mit Rock.

Es ist die Ruhe vor dem Sturm, die Wagner gerade genießt. Denn der nächste Termin steht schon im Kalender: Als singender Fahrgast reist er am 8. Februar im Pappnasen-Express zum Karneval in Köln, wo er einen weiteren Auftritt hat. Im Mai/Juni möchte er in den Partyzug nach Westerland auf Sylt einsteigen und eigens dafür vorher ein Lied über die Schönheit der Insel komponieren. „Ich schreibe alle meine Lieder selbst“, sagt er. Schon mit 15 Jahren habe er dieses Bedürfnis gehabt. Und dann will Wagner, ebenfalls im Mai/Juni, noch am ganz großen Rad drehen: Er möchte eine Eventkneipe in Bremen eröffnen und als „singender Wirt“ Kultstatus erlangen. Einmal pro Monat, so der Plan, tritt er in seinem eigenen Schuppen auf. Doch auch das soll ein Hobby neben der Versicherungsagentur bleiben.

Mal so werden wie der Schlagersänger Jürgen Drews, das kann sich Wagner gut als langfristiges Ziel seiner Musikerkarriere vorstellen. Der Grund: „Der ist schon 70 Jahre alt und immer noch total cool.“

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