Im Garten und im Atelier von Anke Nesemann lassen Teilnehmer ihrer Kreativität freien Lauf

Erholung für die Seele während des Kunstsommers

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Anke Nesemann (3.v.l.) mit den Teilnehmern des diesjährigen Kunstsommers (v.l.) Sabine, Jay, Klaus, Erika und Lisa. 

Bürstel - Die Ferien sind vorbei, und auch im Skulpturengarten von Anke Nesemann kehrt wieder Ruhe ein. Wie bereits in den Vorjahren blieben einige kunstinteressierte Laien praktisch vor der eigenen Haustür, um sich vom Alltag zu erholen. Wie kreativ und erholsam für die Seele eine Woche in Anke Nesemanns buntem Garten sein kann, erlebten die „Urlauber“ ganz hautnah mit dem Einsatz ihrer Hände. Sie klopften, feilten und polierten die unterschiedlichen Steine. In einer regensicheren Ecke am Haus wartete die Staffelei mit bunten Acrylfarben und sogar mit Gips, Wasser und Sackleinen experimentierte eine Teilnehmerin.

Fachfrau Anke Nesemann stellte nicht nur alle Materialien und Werkzeuge zur Berfügung, sondern unterstützte die Kursteilnehmer auch mit dem nötigen Blick für die richtige Perspektive. Längst hat sich die studierte Bildhauerin und Malerin die nötige Ruhe angewöhnt, auch die schwierigsten Klippen zu umschiffen. Die erwachsenen Teilnehmer benötigten eben ein anderes führendes Händchen als die Kinder, sagt sie mit einem Lächeln.

Das schien auch das blaue Pferd am Gartenzaun in seinem Gesicht zu tragen. Seit Jahren steht die wetterfeste Keramik mit vielen anderen Vierbeinern und etlichen scheinbar fliegenden Engeln zwischen den Bäumen und Büschen des riesigen Gartens am Ende von Bürstel. Die Tiere und ihre geflügelten Kollegen verändern von Jahr zu Jahr ihre Position. Aktuell schaute das blaue Pferd auf die Künstlergruppe jenseits des Zauns. Die setzte sich aus unterschiedlichen Charakteren zusammen, die mal nur am Wochenende oder während der ganzen Zeit mit dabei waren. Die Konzentration auf das eigene Werk war bei vielen wichtiger als der konstruktive Austausch. Anke Nesemann hielt indes den roten Faden in der Hand und setzte ihre Ratschläge, wo immer es nötig war, punktgenau auf den Klöpfel oder den Pinsel.

Erika wollte mit ihrer Auseinandersetzung eines schwierigen Sandsteines und dem angepeilten Ginkoblatt lieber in Ruhe gelassen werden. Jay war als bekennender „Holzwurm“ indes mit seiner neuen Materie, einer geplanten Gebirgslandschaft in Speckstein, sehr kommunikativ. Gerne hätte er ein Gipfelkreuz auf alles gesetzt, aber bis auf die ersten Treppen nach oben hatte Jay das Gesamtkunstwerk nur selber vor Augen. Klaus arbeitete voller Kraft an einem harten Holzkopf aus einer über 100-jährigen Eibe und kam dabei ganz schön ins Schwitzen. Lisa gestaltete zwischen Buchenholz und einer Collage gleich an zwei Objekten, während Sabine ihren Traum von Venedig auf die Leinwand brachte. Sehr familiär ging es im Kunstgarten und im Hause von Anke Nesemann zu. Ideen wurden mitgebracht oder nicht vorhandene zum Leben erweckt. Am heutigen Mittwoch öffnet das Atelier um 18 Uhr wieder. Alle 14 Tage lädt die Künstlerin dann große und kleine Interessierte zu einem Besuch ans Bürsteler Brachland 5 a ein. 

ak

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