Spielraumtheater feiert Premiere mit Improvisationsstück „Schnappschüsse“

Einmalige Szenen

MIt dem Stück „Schnappschüsse“ feiert das Spielraumtheater in Seckenhausen jetzt Premiere und nähert sich erstmals dem Thema Improvisation an. - Foto: Husmann

Seckenhausen - Von Dagmar Voss. Bankreihen stehen sich gegenüber, die einen sind für die Zuschauer, die anderen sind Requisiten auf der Bühne für das neue Stück des Spielraumtheaters. Es war am Donnerstagabend eine Premiere im doppelten Sinn, denn das Stück „Schnappschüsse“ ist für die Laiendarsteller ihre erste Übung in Sachen Improvisationstheater. Eine Annäherung, denn Zurufe von den Zuschauern, wie man es sonst aus Improtheatern kennt, sollen bitte unterbleiben. „Daran wagen wir uns beim nächsten Mal“, erklärte Dennis Block, Vorsitzender des Vereins der Laienschauspieltruppe.

Dieses Mal ist die Improvisation nur bei den Texten vorgesehen; der grobe Rahmen und die Inhalte sind festgelegt, die Schauspieler haben sich jeweils einem Charakter gewidmet und diesen in zwei Jahren Arbeit vertieft. Damit das auch für die Zuschauer klar wird, wird vor jeder Szene die entsprechende Person mit Namen und Foto aufgeblendet.

In den Auftritten berichten Tina, Fabian Arne und Lena (Debbie Beringer, Stefan Gerding, Marc Lintzmeyer, Shaline Rassek) über sich. So erfährt der Zuschauer, wie sie ihre unterschiedlichen Geschichten durchleben. Hört und sieht viel über ihr Leben und ihre Erfahrungen, über Streit mit den Eltern, Lügen und Wahrheiten, Verlust-ängste, und über die Dinge, die vielleicht besser ungesagt geblieben wären.

Das Licht geht an, und dort sitzen auf den Stühlen vier junge Leute zum Geräusch einer fahrenden Straßenbahn.

Licht aus, Umbau, neue Szene – so geht es in raschem Wechsel. Genauso schnell müssen sich die Premierengäste umstellen auf die handelnden Personen, also die, die zu dem Hauptcharakter dazu kommen – das sind die drei anderen, aber diesmal in unterschiedlichen Rollen. Mal als Familie, als Eltern oder Geschwister, mal als Mitschüler oder Freunde. Es dauert ein Weilchen, bis sich die Geschichten herauskristallisieren. Das macht jedoch die Spannung aus und zieht das Publikum ins Geschehen.

Jeder von den Darstellern hat Aufgaben, Einstellungen und Probleme des jeweiligen Charakters umrissen, die Kulisse steht auch, nur Stühle, Tisch, Bett. Doch dann folgen Improvisationen, wobei ein Effekt feststeht, nämlich Fingerschnipsen und rotes Licht, bei dem ein Einblick in die innere Welt erfolgt. Bei den nächsten Aufführungen entstehen möglicherweise ganz andere Szenen auf der Bühne.

Die vier Darsteller erläuterten am Schluss, nach Johlen und langanhaltendem Beifall, dass sich die Inhalte an autobiografischen Teilen orientieren, sie diese aber verfremdet worden hätten. Und letztlich seien die Szenen nichts mehr als Schnappschüsse aus dem Leben.

Aufführungen im Spielraumtheater an der Hauptstraße 35 in Stuhr sind noch am 5. und am 8. September, jeweils um 19 Uhr.

www.spielraum-stuhr.net

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