Arbeitstreffen der Denkmalpfleger aus verschiedenen Kreisen am Varreler Rauchhaus

„Eingefrorener“ Zustand von 1920

Hajo Giesecke, in Stuhr zuständig für die Denkmalpflege, hatte seine Kollegen zu einem Arbeitstreffen ans Varreler Rauchhaus eingeladen. - Foto: Ehlers

Varrel - 15 ehrenamtliche und hauptberufliche Denkmalpfleger aus dem Landkreisen Diepholz, Verden und Nienburg haben sich am Dienstag in Stuhr zu ihrem regelmäßigen Austausch getroffen. Sitzungsort war das Rauchhaus in Varrel. „Die Besichtigung hat viel Raum eingenommen“, berichtet Hajo Giesecke, Leiter des Fachbereichs Bau, Recht und Ordnung im Rathaus.

Die Gäste seien begeistert gewesen, von dem „eingefrorenen Zustand“ des Gebäudes. „Die Gemeinde hat das Rauchhaus so gelassen, wie es 1920 war. Es gibt dort keine Küche, kein Bad und nur wenig Elektrik.“

Hauptthema während des Arbeitstreffens war die Entwicklung der Denkmalpflege durch gesellschaftspolitische Veränderungen, berichtet Giesecke. „Die Denkmalpflege hatte in den 1980er- und 1990er-Jahren eine Hochphase, es gab einen regelrechten Boom. Der ist mittlerweile abgeebt.“ Das Thema werde eher „so mitlaufend betrieben“. Das sei an den Fördermitteln ablesbar, die Land, Bund und EU zur Verfügung stellten. Mit 46 sei die Zahl der Baudenkmäler in Stuhr gering. Im gesamten Landkreis Diepholz gebe es rund 1000 solcher Gebäude. - sb 

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