Wetter versöhnt Gäste des Steller Sees und Silbersees

Dauercamper genießen den Saisonausklang

Im Paradies für Dauercamper, am Steller See, stimmt am Ende auch das Wetter. - Foto: Richter

Stuhr - Von Tabea Richter. Die Campingsaison in Stuhr neigt sich langsam dem Ende zu. Mitte Oktober werden die meisten Dauercamper des Steller Sees und des Silbersees ihre Plätze für einige Monate verlassen. Trotz des unbeständigen Wetters haben viele ihre Zeit auf den Plätzen genossen und freuen sich schon wieder auf die nächste Saison.

Seit Eröffnung des Platzes am Steller See vor 50 Jahren gehören Margot und Siegfried Tesche zu den Stammgästen. Anfangs kamen sie mit ihren Kindern hauptsächlich an den Wochenenden und in den Ferien, mittlerweile verbringen sie die ganze Saison dort. Und solange sie gesundheitlich fit sind, soll das in den nächsten Jahren so bleiben. Ihren Platz mit Blick auf das Wasser haben sie mit einem Wohnwagen, einem Vorzelt und einer Gartengarnitur ausgestattet. Für andere Ausflüge kann der Wohnwagen somit nicht mehr genutzt werden. „Es wäre viel zu aufwendig, alles ab- und aufzubauen, da säßen wir ewig dran“, sagt Siegfried Tesche. Stattdessen haben die beiden einen zweiten Wohnwagen, mit dem sie gerne Städte und kleine Orte Dänemarks erkunden.

Kalte Wintermonate in Spanien verbringen

Ihre Freunde Karin und Franz-Josef Hönemann verbringen auch gerne Zeit im Ausland. Den kalten Wintermonaten in Deutschland entkommen sie lieber bei einem viermonatigen Spanienaufenthalt. Doch für den Sommer haben sie sich vor vier Jahren einen Dauercampingplatz gemietet, direkt neben Margot und Siegfried Tesche.

Mit der rekordverdächtigen Treue des Ehepaares zum Steller See kann Wibke Krüger beinahe mithalten. „Schon als kleines Kind bin ich hier immer über den Platz geflitzt“, erinnert sich die 44-Jährige. Heute kommt sie gerne mit ihrem Mann und ihren vier Kindern dorthin. Die Familie bezeichnet sich selbst eher als „Schön-Wetter-Camper“ und war dieses Jahr von den Sommerferien etwas enttäuscht. Dank des guten Wetters im September kann sie die Saison aber noch schön ausklingen lassen.

Klaus Gmirreck seit 14 Jahren am Steller See

Der 54-jährige Klaus Gmirreck lässt sich vom schlechten Wetter überhaupt nicht abschrecken. Seit 14 Jahren verbringt er jede Saison am Steller See. „Ich bin hier einfach gerne, hier ist alles, was ich brauche. Der Platz ist sehr gepflegt, die Wasserqualität ist super, was will man mehr.“ Seine Freunde haben alle einen Platz in direkter Nähe. Zusammen grillen oder kochen sie gerne, spielen Tischtennis auf der selbst aufgestellten Platte oder fahren nach Varrel in die Eisdiele, erzählt der Familienvater. Seine 16-jährige Tochter verbringe die Wochenenden oder ihre Sommerferien auch gerne auf dem Campingplatz. „Nur meine Frau, die ist nicht so fürs Campen“, sagt Gmirreck. Auf seiner Parzelle findet der Delmenhorster immer etwas Neues zu tun. Für ihn ist der Ort wie ein zweites Zuhause, „nur dass man jeden Tag an der frischen Luft ist“. Die Nähe zur Autobahn störe ihn überhaupt nicht. „Das ist wie in meiner Wohnung mit den Flugzeugen, irgendwann gewöhnt man sich daran“, sagt Gmirreck.

Kurzcamping ist immer sehr gut besucht

Der Pächter des Platzes, Helge de Buhr, sieht in der Nähe zur A1 keinen Nachteil. „Das Kurzcamping ist immer sehr gut besucht, was wahrscheinlich mit der Autobahn zusammenhängt“, sagt er. Nur mit der Anzahl an Badegästen ist er nicht mehr zufrieden. „Die Beständigkeit des Sommers war die letzten Jahre einfach nichts, und die Leute brauchen drei Tage, bis sie aktiv werden“, sagt er. Die Dauercamper ließen sich dagegen nicht vom Wetter abhalten. „Da habe ich nur noch wenige Plätze frei, die meisten sind besetzt und sehr begehrt“, erzählt de Buhr.

Neben dem Steller See ist der Silbersee ein beliebter Platz für Camper und Badegäste. Viele Dauercamper, wie Irmes Alfke aus Delmenhorst, haben dort ihr zweites Zuhause errichtet. Der Platz der 60-Jährigen besteht nicht einfach aus Wohnwagen, Vorzelt und ein paar Stühlen. Es gibt dort mehrere Pflasterungen, eine Gartenhütte, einen Pavillon, eine kleine Windmühle und unzählige Blumen. „Das ist einfach mein größtes Hobby, damit könnte ich den ganzen Tag verbringen“, erzählt sie.

Während der Saison fahren sie und ihr Mann nur nach Hause, um Wäsche zu waschen und Blumen zu gießen, ansonsten genießen sie die Ruhe am Wasser. „So dicht am See zu leben, das ist das Ein und Alles“, schwärmt die Camperin.

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