Ensemble „allaBrema“ begeistert

Chor bringt frischen Wind ins Kirchenschiff

„Power of Nature“: Unter diesem Motto präsentiert der Chor „allaBrema“ in der Heiligenroder Kirche wunderschön gesungene Lieder, raffiniert arrangiert und effektvoll vorgetragen. - Foto: Jysch

Heiligenrode - Von Rainer Jysch. Mit wunderschön vorgetragenen Liedern hat der Chor „allaBrema“ am Sonnabend sein Publikum in der nicht ganz voll besetzten Heiligenroder Klosterkirche begeistert. Unter dem Motto „Power of Nature“ hatten die Sänger aus Syke und Stuhr unter Leitung von Lena Sonntag ein herbstlich gefärbtes Programm in englischer und deutscher Sprache vorbereitet.

Der Jahreszeit angepasst handelten die ersten Stücke von wetterbedingten Luftströmungen. „Noch braust es fern“ hieß es im Lied „Am Strande“ mit dem Text von Rainer Maria Rilke. Mit „Steh auf Nordwind“ oder „Blow, Blow, Thou Winter Wind“, letzteres aus der Feder von William Shakespeare, erklangen weitere Lieder mit großartigen Harmonien, raffiniert arrangiert und effektvoll vorgetragen. Auch ein Ausflug in die Pop-Landschaft gelang dem Chor mit „Fields of Gold“ des Weltstars Sting, in dem dieser den Westwind und die goldenen Felder von Barley besingt. Beim schottischen Kinderlied „mit dem völlig unsinnigen Text“ kam Thomas Schwenen an der Snare Drum zum Einsatz: „Aiken Drum“.

Ein spezielles Arrangement lieferte „allaBrema“ mit dem Lied „Gloria“ ab, bei dem überraschend und elegant Solostimmen in den Chorklang eingeflochten wurden. „Wir versuchen stets ein wenig anders zu singen, als das, was üblich ist. Wenn es nach uns geht, kann es ganz experimentell sein, weil wir viel ausprobieren und uns das Spaß macht. Aber wir versuchen natürlich auch, dem Wunsch des Publikums nach schönen, reinen und sanften Klängen gerecht zu werden“, erklärte die 33-jährige Chorleiterin Sonntag, die beruflich als Kirchenmusikerin in Scharbeutz an der Ostsee tätig ist. Zweimal im Monat kommt sie zu Proben ins katholische Gemeindehaus in Brinkum. Die 14-köpfige Gesangsgruppe besteht bereits seit 1991.

Gelegentlich wechselten die Standpositionen der acht Sängerinnen und sechs Sänger in den Pausen zwischen den einzelnen Liedern. „Bei einigen Kompositionen sind die Frauen- und Männerstimmen sehr deutlich geteilt. Durch die Aufstellung ist es einfacher beim Singen, aber auch klanglich interessanter für die Zuhörer“, sagte die Chorleiterin. „Bei einem anderen Stück haben wir die Stimmlagen komplett durchgemischt, weil sie dann im Raum deutlicher werden, als wenn wir getrennt nach Stimmen stehen.“

Die begeisterten Zuhörer entließen den Chor mit stürmischem Applaus und erst nach zwei Zugaben. Einen weiteren Auftritt des Chors können Interessierte am 3. Dezember um 18 Uhr in der Syker Christuskirche im Rahmen der weihnachtlichen Kulturtage erleben.

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