„Kickers for Help“

Cheerleader zum Anfeuern und Torte zum Abschluss

Eine riesige Fußballtorte für den guten Zweck: Zum Abschluss der Benefizveranstaltung gab es gestern Nachmittag Kaffee und Kuchen im Bremer Tor. - Fotos: Ehlers

Brinkum - Von Angelika Kratz. „Wo spielen die denn?“, fragte ein Vater mit seinen beiden kleinen Söhnen etwas hilflos auf der Suche nach dem Austragungsort des Benefizturniers am Sonnabend.

Deutlich zu hören war die Stimme des stellvertretenden Bürgermeisters Uwe Schweers, der die Veranstaltung eröffnete. Nur der Weg zum richtigen Kunstrasen war nicht so einfach. „Locker bleiben, alles ist nur ein Spiel für einen guten Zweck“, begrüßte Michael Eilers, Mitorganisator und Mitspieler der „Kickers for Help“, den gestressten Sucher schließlich. 

Da hatte zwar Susann Harz, Witwe des im Frühjahr an Leukämie verstorbenen Fußballspielers Frank, bereits den Anstoß für die kommenden Stunden auf dem Grün gegeben, aber der Tag war ja noch lang.

Ilona Flügel schaute sich nach sechswöchiger, teils sehr stressiger Vorbereitung der Veranstaltung, immer wieder um. Zeit für einen Kaffee hatte sie erst später, als alles wie fast von selber lief, die letzten Raucher und Hunde in der Bannmeile vor dem Zaun waren und die Stimmung immer besser wurde.

Acht Teams gaben am Sonnabends beim Fußballspiel auf dem Kunstrasenplatz ihr Bestes.

Im Frühjahr hatte sich die Mannschaft „Kickers for Help“ gegründet, um in Bonn an einem Benefizspiel zugunsten leukämiekranker Kinder teilzunehmen. Durch den Tod von Frank Harz ist daraus nun noch mehr geworden, und der Eintrag eines gemeinnützigen Vereins mit dem Ziel vor Ort in Stuhr zu helfen, läuft bereits.

Begleitet wurden die acht angetretenen Mannschaften, die sich überwiegend aus Freizeitfußballern zusammensetzen, von einer großen Fangruppe. Turnierleiter „Blacky“ gab am Mikro sein Bestes, auch wenn DJ „Paule“ schon mal die Siegerhymne bei einem vermeintlichen Tor etwas zu früh spielte. Schiedsrichter Tom Nonnenkamp war zwar erst 16 Jahre alt, hatte aber während der ganzen Veranstaltung ein strenges und wachsames Auge auf alle Verstöße. Sein Vater Jörg hatte indes die Kasse im Blick, denn die sollte schließlich für die Familie des verstorbenen Frank Harz und die Ausbildung der beiden Töchter Emmily und Lilly klingeln.

„Stuhr United erhöht auf 2:0“, ertönte es aus dem Mikro und am Spielfeldrand jubelten die Ersatzspieler. „Wir haben nicht genügend Trikots und so wechseln wir aus“, gestand Sebastian Schmidt den etwas unangenehmen Mangel. Demnächst möchte er die meist aus Flüchtlingen bestehende Gruppe noch öfter gemeinsam zum Spiel auf dem Rasen animieren.

Mit eigenen Cheerleadern wartete das Team Abramowitsch auf. Die Puschel der Damen kamen leider nur selten zum Einsatz, aber die aus ganz Norddeutschland zusammengekommene Freundesgruppe war froh um jeden Ball, den ihr Torwart hielt. 

Interessiert beobachtet die Zuschauer die „Exoten“ um Alt-Hippi Candy Baumann vom Team Big Brother Utopia, das jedoch nur einen hinteren Platz belegte. Alle Teams gaben unter lauten Anfeuerungen während der 18 Minuten auf dem Rasen ihr Bestes. Letztlich siegte das Team Tandeler mit einem 2:0 gegen Stuhr United.

"Kickers for Help"-Turnier in Brinkum

Am Abend ging die Party im Bremer Tor in Brinkum mit Disco und Essen weiter. Am Sonntag klang die Veranstaltung der „Kickers for Help“ schließlich bei einer Kaffeetafel mit einer überdimensionierten Fußballtorte im Bremer Tor aus.

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