Brinkumer Mehrgenerationenhaus feiert Geburtstag

„Bleiben Sie uns treu und bringen Sie Ideen ein“

Kleine und große Besucher schauen sich während der Geburtstagsparty in den MGH-Räumen um.
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Kleine und große Besucher schauen sich während der Geburtstagsparty in den MGH-Räumen um.

Brinkum - Von Bernd Ostrowski. Alles andere als Trauerstimmung herrschte am gestrigen Volkstrauertag im Mehrgenerationenhaus (MGH) in Brinkum. Aus Anlass des zehnten Geburtstags der Einrichtung hatten die Verantwortlichen zu einem Mitmachfest eingeladen. Bunte Luftballons vor dem Eingang an der Bremer Straße ließen schon von draußen ahnen, dass im Inneren des Gebäudes gefeiert wird.

In der überfüllten Backstube des Hauses begrüßte Johann Demoliner von der Bürgerstiftung Stuhr, seit Juli 2009 Trägerin der Einrichtung, die Gäste. Er bezeichnete Daniela Gräf als das Gesicht des Mehrgenerationenhauses. Sie habe es geschafft, das MGH unter ihrer Leitung zu einer Marke zu machen. An der Seite von Demoliner stand Marina Stukenburg, die von Anfang an dabei war und die Kindertagesstätte „Löffelchen“ mit aufgebaut hatte.

Eberhard Hesse vom Verein „Pro Dem“ ließ die Geschichte des Hauses Revue passieren. Er blickte zurück auf den 30. März 2004, an dem er mit dem Eigentümer einen Mietvertrag mit Kaufoption unterschrieben hatte. Später wurde die Generationen GmbH gegründet, die die Einrichtung im Juni 2005 gekauft hat.

Bürgermeister Niels Thomsen erinnerte sich an den Beginn seiner Stuhrer Karriere am 1. September 2005. Schon wenige Tage später habe er die damalige Familienministerin Ursula von der Leyen begrüßen dürfen. Ihr sei es letztlich zu verdanken, dass es heute zwei Mehrgenerationenhäuser im Landkreis Diepholz gebe. Zwei Einrichtungen dieser Art in einem Landkreis seien eher unüblich.

Das bestätigte auch Landrat Cord Bockhop, der damals Bürgermeister der Gemeinde Stuhr war. Er habe seinerzeit die Ministerin in dem schon bestehenden MGH in Barnstorf getroffen und habe sehr eindringlich mit ihr geredet, was dann letztlich ihre Zustimmung ausgelöst habe. Da aber kein reines Mehrgenerationenhaus entstehen durfte, musste es mit einem anderen Projekt kombiniert werden. Dies habe zu einer Zusammenarbeit mit „Pro Dem“ geführt.

Mit der Geburtstagsfeier am Volkstrauertag habe er erst Probleme gehabt, fügte Bockhop hinzu. Wenn aber vor der Tür kein Volksfest gefeiert werde, gehe der Termin wohl in Ordnung. An Johann Demoliner übergab er einen verschlossenen Umschlag und betonte, dass 48,25 Prozent des Inhaltes der Gemeinde Stuhr zu verdanken seien.

Brinkumer Mehrgenerationenhaus feiert Geburtstag

„Auf die erfolgreiche Entwicklung des MGH können Sie stolz sein“, lobte Bundestagsabgeordneter Axel Knoerig die über 100 ehrenamtlichen Mitarbeiter. Er sprach über die Finanzierung des MGH, anfangs gefördert durch das Land Niedersachsen, ab 2008 vom Bund. Den Organisatoren gab er einen Tipp mit einer Anekdote über Bundeskanzler Conrad Adenauer: Der habe in der Wirtschaft um Spenden für die Finanzierung seines Wahlkampfes geworben und die erhaltenen Schecks dann um eine Null ergänzt.

Buntes Treiben herrschte unterdessen in den Räumen des MGH: Im Begegnungscafé wurde gespielt, genäht und gestrickt, die Erzieherinnen führten durch die Kinderkrippe „Löffelchen“, Schnittchen, Kaffee, Tee oder Kuchen wurden gereicht, und die Medienwerkstatt Stuhr zeigte Filme zur Geschichte des Hauses. Am Nachmittag hatte noch der Agamo-Chor in afrikanischen Kostümen seinen Auftritt.

Johann Demoliner appellierte an die Ehrenamtlichen: „Bleiben Sie uns treu und bringen Sie Ideen ein.“

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