Projekt „Gemeinsam leben“

„Bezahlbaren Wohnraum für alle schaffen“

Überwältigt von der Resonanz auf den Workshop: Dagmar Bischof, Vorsitzende des Seniorenbeirats. - Foto: Ehlers

Stuhr - Von Sandra Bischoff. Das Wohnprojekt „Gemeinsam leben“ nimmt langsam Formen an. 27 Interessierte haben jetzt an dem Workshop teilgenommen, den der Seniorenbeirat als Ideengeber initiiert hatte. „Wir sind überwältigt von dem Zuspruch, und alle waren einhellig der Meinung, wir brauchen das Projekt“, sagt die Vorsitzende Dagmar Bischof. Wichtig sei allen Beteiligten ein generationenübergreifendes Wohnen, „wir wollen kein reines Seniorenareal“.

Die Teilnehmer des Workshops einigten sich auf einige wesentliche Punkte: So soll es nicht nur Zwei- und Dreizimmerwohnungen geben, sondern auch Bungalows. Neben Grünflächen ist den potenziellen Bewohnern ein Gemeinschaftsraum wichtig. „Mein Vorschlag, dort einen Fernseher aufzustellen, wurde abgelehnt. Fernsehen könne man auch allein, hieß es“, sagt Bischof erfreut. Bedeutet dies doch, dass für die Leute die Geselligkeit im Mittelpunkt steht. Der Gemeinschaftsraum solle jedoch über eine kleine Küche verfügen, um dort auch Feiern ausrichten zu können. Neben einer Boulebahn, einer Tischtennisplatte und einem Hochbett auf den Außenanlagen kam von mehreren Männern der Vorschlag, auch eine gemeinschaftliche Werkstatt ins Auge zu fassen.

Am Ende des Tages hat sich laut Bischof eine Kerngruppe herauskristallisiert, die die weiteren Planungsschritte vorantreiben will. So sei die Frage, ob der Zusammenschluss für das Projekt eine neue Genossenschaft gründen oder sich einer bereits bestehenden anschließen wolle, noch nicht abschließend geklärt. Allerdings stehe bereits der Mindestanteil von 5.000 Euro für einen Genossenschaftsanteil im Raum. „Wir wissen zudem von vielen Leuten, die gerne Anteile kaufen, aber nicht bei uns einziehen möchten“, sagt die Beiratsvorsitzende.

Nun gelte es jedoch, ein geeignetes Grundstück zu finden, das nach den Wünschen der zukünftigen Bewohner zentral gelegen sein müsse, Busanbindungen sowie Einkaufsmöglichkeiten und eine ärztliche Versorgung in der Nähe bieten müsse. „Allerdings können wir ein Grundstück nur auf der Grundlage von Erbpacht erwerben, denn alles andere ist für uns zu teuer. Unser Ziel ist es ja, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“

Bischof und ihr Stellvertreter Heinz-Josef Reher wollen zudem das Gespräch mit dem Bürgermeister wegen eines möglichen Grundstücks suchen. Wenn es nach dem Willen der Workshopteilnehmer geht, dann sollen die Wohnungen am besten in zwei Jahren, spätestens allerdings in fünf Jahren bezugsfertig sein.

Alle vier Wochen treffen sich die Interessierten nun zu einem sogenannten Jour fixe. Der erste Termin dafür ist für Donnerstag, 6. Oktober, im Haus Lohmann an der Bremer Straße angesetzt. Um 17.30 Uhr können sich dann diejenigen informieren, die auf der Warteliste für den Workshop standen, sowie alle anderen Interessierten. Um 19 Uhr kommen dann die Workshopteilnehmer hinzu.

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