Betrieb im Tierheim läuft / Schäden nach Brand bei Nachbarfirma minimal

Die Groß-Familie der „Arche Noah“ ist wieder da

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Stefan Ziesemer, Leiter des Tierheims „Arche Noah“, mit einem seiner Mieter.

Stuhr - Von Detlef Voges. Die Tierfamilie ist sichtbar froh, der Betriebsleiter des Tierheims „Arche Noah“, Stefan Ziesemer, auch. Das Heim hat wieder geöffnet. Der Alltag hat das 13-köpfige Team und die Tiere wieder.

Das war am Pfingstmontag noch nicht sicher. Ein Großbrand im benachbarten Recycling- und Entsorgungsunternehmen machte auch vor dem Tierheim nicht Halt.

Aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung und der noch Tage andauernden Löscharbeiten musste das Heim alle Tiere auslagern: 30 Hunde und 22 Kleintiere waren bei umliegenden Tierheimen, Privatpersonen und Tierpflegern untergekommen, 50 Katzen auf der Katzenstation des Tierschutzhofes vom Bund gegen Missbrauch der Tiere (bmt) in Krevinghausen.

Die Evakuierung der Tiere hatte von 4.30 bis 14 Uhr gedauert. Alles andere als ein leichtes Untergangen. Die Tiere waren verunsichert und ängstlich.

„Wir mussten Transportboxen und Leinen benutzen“, erinnert sich Ziesemer. Und manchmal hieß es mit den Helfern auch warten, weil der Rauch auf dem Gelände zu dicht war.

Für das Tierheim ist der Großbrand beim Nachbarn letztlich glimpflich ausgegangen. „Wir hatten nur Ruß im Eingangsbereich“, betont Ziesemer. Zu Buche schlagen dürften aber die Evakuierung und die auswärtige Unterbringung. Das ist Sache der Versicherung. Der Leiter freut sich, dass der Betrieb wieder läuft. 45 Hunde sind seit zwei Wochen wieder da, 49 Katzen seit einer Woche.

Die Tierfamilie der „Arche Noah“ verändert sich ständig. „Wir kriegen das ganze Jahr über Heimtiere, jetzt im Sommer vermehrt Katzen“, sagt der Leiter. Die Kunden stammten aus allen Gesellschafts- und Altersschichten.

Ziesemer arbeitet seit September vergangenen Jahres in Brinkum. Vorher war er neun Jahre in einem bmt-Heim in Köln beschäftigt. Er kennt sich aus mit Tieren und Tierhaltern. Der Pfleger spricht von einer Wegwerfgesellschaft bei materiellen Dingen, aber auch bei Tieren. Früher hätten die Menschen noch ernsthaft überlegt, ob sie sich einen Hund oder eine Katze anschafften. Heute kämen sie viel leichter und schneller an Tiere über Kleintieranzeigen oder über das Internet. Da würde dann schnell gekauft, weil die Tiere ja so süß seien, erklärt Ziesemer. Mit dem Ende der Geschichte hat er dann oft als Betriebsleiter der „Arche Noah“ zu tun.

Ohne die Unterstützung vieler Helfer und Heime bei der Evakuierung sähe es dort heute vielleicht anders aus. „Ich möchte deshalb allen danken“, so Ziesemer.

Näheres über die „Arche Noah“ gibt es im Internet unter:

ww.tierheim-arche-noah.de

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