Pro-Dem-Seniorenservicebüro organisiert Themenwoche mit Vorträgen und Messe

Angstthema Demenz hat viele Gesichter

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Dagmar Heidtmann und Lilja Helms organisieren die Themenwoche Demenz, die nicht nur Vorträge, sondern auch eine kleine Messe in der Alten Wache in Leeste bietet. 

Stuhr - Von Sandra Bischoff. „Demenz ist noch immer ein Angstthema, wir möchten die Menschen dafür sensibilisieren“, sagen Lilja Helms und Dagmar Heidtmann vom Pro-Dem-Seniorenservicebüro. Rund um den Welt-Alzheimer-Tag am 21. September und anlässlich des 15-jährigen Bestehens des Vereins Pro-Dem planen sie eine Themenwoche unter dem Motto „Demenz hat viele Gesichter“.

Von Montag bis Freitag, 19. bis 23. September, bieten die Organisatoren vier Vorträge und eine Messe mit Kurzreferaten. „Wir haben gute Referenten, und es stehen umfassende Themenbereiche auf dem Programm, jeder kann sich seinen Baustein rauspicken“, sagen die Organisatorinnen.

Als wohl bekanntesten Redner hat der Verein Henning Scherf gewonnen. Der ehemalige Bremer Bürgermeister spricht in seinem Vortrag zum Thema „Gut leben im Alter – mit und ohne Demenz“. Siegfried Schulte, Chefarzt der Geriatrie der Klinik Bassum, referiert über das Thema „Die Diagnose Demenz – Möglichkeiten und Grenzen der Behandlung.“ „Diagnose Demenz – Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung – Grenzen und Möglichkeiten“ ist der Vortrag der Rechtsanwältin Sabine Weymann überschrieben. Lilja Helms informiert über die Pflegereform 2017: „Was steht mir genau zu? Was wird sich verändern?“.

Wann welcher Vortrag ansteht, ist noch unklar, ebenso die Veranstaltungsorte. „Wir haben die Ratssäle in Stuhr und Weyhe angefragt“, sagt Heidtmann. Sicher sei jedoch, dass die Vorträge abends über die Bühne gingen, damit Berufstätige die Möglichkeit hätten, sie sich anzuhören. „Wir bieten auch eine Betreuung an“, sagt sie. Wer einen Demenzkranken zu Hause pflegt, kann sich an das Seniorenservicebüro wenden, damit eine ehrenamtliche Gesellschafterin einspringt. „Es wäre schade, wenn wir eine Themenwoche veranstalten, und diejenigen, die es betrifft, müssen zu Hause bleiben“, sagt Helms.

Einzig die Messe „Diagnose Demenz – Wer kann mir helfen?“ ist schon genau terminiert. Sie geht am Freitag, 23. September, von 11.30 bis 17 Uhr in der Alten Wache am Henry-Wetjen-Platz in Leeste über die Bühne. Regionale Dienstleister von der ambulanten bis zur stationären Betreuung stellen sich vor, ebenso informiert Pro Dem über die Themenbereiche Technik und Demenz sowie die richtige Ernährung.

Wichtig ist den Organisatorinnen, das Angebot niedrigschwellig zu halten. Die Vorträge sind kostenlos, ebenso der Eintritt zu der Messe. „Jeder, der Lust hat, kann dort rüberschlendern und schauen, was ihn interessiert“, sagt Helms. Ihr größer Wunsch ist es, dass die Menschen früh zur Beratung ins Seniorenservicebüro kämen, um früh eine Diagnostik anzuschieben. „Je eher man weiß, was Sache ist, desto besser kann man sich darauf vorbereiten“, sind sicher Helms und ihre Kollegin einig. Im Frühstadium sei es zudem noch möglich, Alltagsstrukturen zu verändern. „Später können diese Patienten nichts Neues mehr annehmen.“

Was die Vorträge angeht, hoffen sie und ihre Mitstreiterinnen, den Nerv der Stuhrer und Weyher zu treffen. „Vor allem die Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind sehr wichtig, auch wenn man jung ist. Man kann nicht früh genug anfangen, sich damit zu beschäftigen“, betont Helms.

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