CDU verteidigt ihre absolute Mehrheit 

„Spannender Wahlabend“

Siedenburg - Der Samtgemeinderat Siedenburg tritt in neuer Zusammensetzung an, an der Stärke der drei Fraktionen änderte sich jedoch nichts: Die CDU erhielt acht Mandate, die SPD und die FWG jeweils drei.

Für die CDU ziehen Dieter Engelbart (730 Stimmen), Sebastian Klare (562), Torsten Güber (289), Thomas Bückmann (286), Günther Riedemann (252), Heinrich Knoop, (233) und Wilhelm Griffel (219) sowie Corinna Peth (67 Stimmen, über die Liste) in den Samtgemeinderat ein. Ein Direktmandat erhielten die SPD-Kandidaten Ronald Ahrens (432) und Manfred Tangemann (239), Günter Heidorn (114) wurde über die Liste in das Gremium gewählt. Die FWG ist mit Detlef Metzlaff, (365), Dr. Fred Könemann (318) und Ulrike Reinsch (231) im Samtgemeinderat vrtreten.

Erstmals hatten sich Sebastian Klare (CDU) und Ulrike Reinsch (FWG) um ein Mandat beworben. Sie erhielten aus dem Stand 562 bzw. 231 Stimmen.

63,93 Prozent der 3 746 Wahlberechtigten gingen zur Wahlurne. Die CDU baute ihren Stimmenanteil von 55,92 auf 56,44 Prozent aus. Die SPD verlor rund vier Prozent, sie kommt auf 20,72 Prozent. Knapp zwei Prozent gewann die FWG hinzu, konnte 20,26 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinigen. Einzelbewerber Harry Brauer erhielt 2,85 Prozent der abgegebenen Stimmen, für ein Mandat reichte es nicht. Die Briefwahlvorstand hatte erst um 0.30 Uhr das letzte Wahlergebnis gemeldet. „Jeweils drei Niederschriften aus fünf Wahllokalen – das hat uns lange beschäftigt“, sagte die stellvertretende Wahlleiterin Stefanie Backhaus. Die Verwaltung hatte erstmals bei einer Kommunalwahl einen Briefwahlvorstand berufen.

Backhaus: „Es hat alles gut funktioniert, aber uns fehlte die Erfahrung. Vielleicht müssen wir beim nächsten Mal personell aufstocken.“

„Die CDU hat ihre absolute Mehrheit gehalten, wir sind sehr zufrieden“, resümierte Dieter Engelbart (CDU). Er hatte den spannenden Wahlabend im Rathaus verbracht. Ein wichtges Thema in der kommenden Wahlperiode sei die Nachnutzung der ehemaligen Schulgebäude in Mellinghausen und Borstel: „Wir brauchen ein Konzept, das Geld einbringt, damit wir den Breitbandausbau finanzeren können.“

Als vorrangiges gemeinsames Ziel nannte er den Erhalt der Samtgemeinde als politische Einheit.

Auch er sei bis zum Ende der „Zählerei“ im Rathaus gewesen, sagte Detlef Metzlaff (FWG). Das Abschneiden der Freien Wählergemeinschaft sei „insgesamt in Ordnung“. Positiv findet er, dass im neuen Rat wieder zwei Frauen vertreten sind. Priorität in der politischen Diskussion habe für ihn der Breitbandausbau.

Die FWG werde ihrem Prinzip treu bleiben, „nach Vernunft und Logik“ zu entscheiden: „Fraktionszwang gibt es bei uns nicht.“

„Wir hatten auf ein viertes Mandat gehofft, aber immerhin haben wir unser Minimalziel erreicht“, stellte Ronald Ahrens für die SPD-Fraktion fest. Positiv sieht er, dass die bisher im Rat vertretenen Mitglieder ihr persönliches Ergebnis verbessern konnten. Zukunftsthemen für die SPD seien die Schaffung von weiteren Krippenpläten, die Stärkung des schulischen und kulturellen Angebots, die Ausweisung eines Gewerbegebiets und die sinnvolle Nachnutzung der Schulen. Insgesamt wünsche man sich die Fortsetzung der harmonischen Zusammenarbeit im Samtgemeinderat.

Einzelbewerber Harry Brauer zeigte sich hocherfreut über sein gutes persönliches Ergebnis. Mit Genugtuung habe er zur Kenntnis genommen, dass er in der Gemeinde Borstel die viertmeisten Stimmen erhalten habe. Auf Samtgemeindeebene verfehlte Brauer jedoch sein Ziel. Ein Wermutstropfen sei für ihn, dass zwei Kandidaten über die Liste in den Samtgemeinderat einziehen, die deutlich weniger Wähler überzeugen konnten als er. 

mks

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